Lautertal

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Bürgerinformation in der Lautertalhalle

In der Gemeinde Lautertal wird zum 01.01.2014 die Niederschlagswassergebühr und damit verbunden die Splittung der Abwassergebühren in Schmutzwasser und Niederschlagswasser eingeführt.

Wie sich das künftig auf die Gebührenabrechnung auswirkt und was im Vorfeld der Neuregelung dafür auch von den Bürgerinnen und Bürgern zu tun ist, wird an diesem Mittwoch (31.) in einer Informationsveranstaltung ausführlich besprochen.

Dazu laden die Gemeinde Lautertal und der für die Abwasserbeseitigung zuständige Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) in die Lautertalhalle ein.

Im Rahmen dieser Veranstaltung, die um 19 Uhr beginnt, wird über das grundsätzliche Thema der getrennten Abwassergebühr, über die Auswirkungen auf die Gebühren und über den Flächenermittlungsbogen informiert, den jeder Hauseigentümer erhalten wird.

Abwassergebühren werden gerechter verteilt – Lautertal führt Niederschlagswassergebühr ein

Bürgerinformationsveranstaltung am 31.10.2012 in der Lautertalhalle

Rund 255.000 Kubikmeter Abwasser wurden im vergangenen Jahr in der Gemeinde Lautertal durch den für die Abwasserbeseitigung zuständigen Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) entsorgt.

Berechnet wurde das über den Bezug des Frischwassers mit einer Gebühr von 4,10 EUR pro Kubikmeter, in der alle Kosten für die Sammlung, Reinigung und Beseitigung des Abwassers enthalten sind. Das war bei einer Unterdeckung des Gebührenhaushalts von rund 240.000 EUR nicht nur defizitär, es war auch ungerecht.

Denn Abwasser ist nicht gleich Abwasser. So gibt es das vor allem in Haushalten anfallende Schmutzwasser, das einen hohen Reinigungs- bzw. Entsorgungsaufwand erfordert und es gibt das weninger belastete Niederschlagswasser, das über Dachflächen und befestigte Grundstücksflächen in die Kanalisation geleitet wird. Hauseigentümer wie beispielsweise Geschäfte oder Firmen, die nur wenig Frischwasser beziehen, aber die natürliche Versickerung des Niederschlagswassers wegen einer flächenmäßig großen Überbauung oder Befestigtung des Grundstücks hindern, waren bisher klar im Vorteil. Sie nahmen zwar das öffentliche Kanalnetz in Anspruch, wurden dafür aber zu einem unverhältnismäßig kleinen Gebührenanteil belastet.

Dieser ungerechten Verteilung hat der Gesetzgeber nach einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes vom September 2009 einen Riegel vorgeschoben und die Städte und Gemeinden verpflichtet, ihre Abwassergebühren getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasser zu erheben.

Dieser Verpflichtung ist jetzt auch die Gemeinde Lautertal mit dem Beschluss der Gemeindevertretung vom Februar dieses Jahres nachgekommen. Danach soll mit Wirkung zum 1. Januar 2014 in Lautertal die Niederschlagswassergebühr eingeführt werden. Mit der Umsetzung dieses Beschlusses wurde der KMB beauftragt. Der Zweckverband verfügt hier über fundierte Erfahrungen, denn sowohl in Bensheim als auch in Einhausen – den beiden weiteren Verbandsmitgliedern – wurde die Niederschlagswassergebühr schon vor Jahren eingeführt.

“Die wichtigste Voraussetzung für die Erhebung einer Niederschlagswassergebühr ist die Ermittlung aller in die Kanalisation entwässernden Flächen”, machte KMB-Geschäftsführer Frank Daum deutlich, worum es geht. Rund 2.500 Grundstückseigentümer gibt es in der Gemeinde Lautertal, die angeschrieben und um die notwendigen Informationen gebeten werden. Um den Bürgerinnen und Bürgern die Ermittlung zu erleichtern, wurde ein Erhebungsbogen ausgearbeitet, der sich ganz individuell auf das jeweilige Grundstück bezieht und auch die verschiedenen Varianten bei den Dachflächen oder die unterschiedlichen Arten bei Befestigung der Grundstücksfläche berücksichtigt. Auch die Nutzung von Zisternen oder Versickerungsanlagen spielt eine Rolle und ist entsprechend vorgesehen.

Um die Bürgerinnen und Bürger auf die Erhebung und die künftig gesplittete Abwassergebühr in Lautertal vorzubereiten, lädt die Gemeinde für den 31. Oktober zu einer Informationsveranstaltung in die Lautertalhalle ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung, die um 19.00 Uhr beginnt, wird über das grundsätzliche Thema der getrennten Abwassergebühr, über die Auswirkungen auf die Gebühren und über den Flächenermittlungsbogen informiert.

Nach dieser Veranstaltung werden Anfang November die ersten Erhebungsbögen in Reichenbach und Elmshausen versendet. Sukzessive folgen dann Lautern, Gadernheim und Raidelbach, Beedenkirchen, Wurzelbach, Schmal-Beerbach und Staffel und zum Schluss dann Breitenwiesen, Knoden und Schannenbach.

Für das Ausfüllen des Erhebungsbogens haben die Grundstückseigentümer etwa sechs Wochen Zeit. (kmb)

Abwasserreinigung durch den KMB: Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

(13.12.11). Die Reinigung des Schmutzwassers ist beim Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) in den besten Händen. Das hat der kommunale Dienstleister, der für Bensheim, Lautertal und Einhausen täglich rund 12 Millionen Liter Abwasser reinigt, auch schriftlich.

Abwasserreinigung durch den KMB:  Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

Abwasserreinigung durch den KMB:
Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

Bereits zum zweiten Mal hat der Verband sein Sicherheitsmanagement durch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) mit Erfolg überprüfen lassen. Die „Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement TSM“ überreichte der Vorsitzende des DWA- Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Diplom-Ingenieur Sven Lüthje jetzt an den KMB-Geschäftsführer Frank Daum.

Für Lüthje war es bereits der zweite Besuch in Bensheim. Im Juli 2006 war er mit der ersten Urkunde gekommen, nachdem der KMB als einer der ersten Verbände sich der Überprüfung durch die DWA unterzogen hatte. Fünf Jahre später war das Ergebnis wieder so positiv, nur die handelnden Personen hatten sich mit KMB-Geschäftsführer Daum, Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Abwassermeister Daniel Zimmermann geändert. Lediglich Albert Lautenschläger als technischer Bereichsleiter war schon 2006 dabei.

Für Frank Daum war die erneute Überprüfung nach Ablauf der für fünf Jahre gültigen Zertifizierung keine Frage. „Der sichere und störungsfreie Betrieb unserer technischen Anlagen ist für den Schutz von Umwelt und Natur wichtig, aber auch für die Sicherheit unserer Mitarbeiter“, sieht der KMB-Geschäftsführer in der Überprüfung eine sehr gute Vorsorge.

Eine Einstellung, von der vor fünf Jahren noch nicht so viele überzeugt waren, erinnert sich Sven Lüthje. Damals war die KMB erst der dritte Verband, der im Bereich der für die drei Bundesländer zuständigen DWA die Prüfung mit Erfolg absolviert hatte. Das hat sich inzwischen positiv verändert, denn die konstruktive und systematische Untersuchung des Sicherheitsmanagements hat auch für die politisch Verantwortlichen nicht erst seit Bad Reichenhall oder Duisburg an Bedeutung gewonnen.

Darauf macht auch Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz aufmerksam. Die Überprüfung diene zum einen der Optimierung und Verbesserung von Systemen und zum anderen sei auf der Basis von festgelegten Standards der Vergleich mit anderen Anlagen möglich. Ein Vergleich, den die KMB nicht scheuen müsse. Als Verband schulde man es aber auch den politischen Gremien, dass sie wissen, auf welchem Level man sich befinde, sieht Sachwitz in der Überprüfung auch eine wichtige Informationsquelle, wo Verbesserungen möglich sind.

Dass der Zweckverband die Sicherheitsstandards im Bereich der Abwasserbeseitigung erfüllt und der sichere und störungsfreie Betrieb der technischen Anlagen gewährleistet ist, sieht Daum vor allem als Verdienst der verantwortlichen Mitarbeiter. Dank sagte er insbesondere dem technischen Betriebsleiter Daniel Zimmerman und dem Leiter des Geschäftsbereiches Planung, Bau und Kanalbetrieb, Albert Lautenschläger, die er als „exzellente Mitarbeiter“ bezeichnete.

Die Überprüfung des Technischen Sicherheitsmanagements bei der KMB bezieht sich sowohl auf die personelle und organisatorische Qualifikation als auch auf die technischen Anlagen, zu denen 300 Kilometer Kanal, über 40 Regenbecken, Pumpwerke und Regenüberläufe sowie drei Kläranlagen gehören. Ausgelegt sind die Anlagen für das Abwasser von bis zu 90 000 Einwohnern.

 

Hintergrund:

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasser- und Abfallwirtschaft ein. Als technich-wissenschaftliche Vereinigung befasst sie sich mit allen Fragen, die die Abwasserbeseitigung, den Gewässer-, Grundwasser- und Bodenschutz sowie die Abfallwirtschaft als auch den Wasserbau betreffen. Im Mittelpunkt stehen dabei das technische Regelwerk der DWA sowie die berufliche Bildung. Einheitliche technische Regeln leisten einen wesentlichen Beitrag zum wirksamen und wirtschaftlichen Schutz von Umwelt sowie zur Qualitätssicherung. Die rund 14.000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen. (kmb)

Straßenerhaltung in Bensheim, Einhausen und Lautertal

Wer heute nichts tut, muss morgen draufzahlen! “Unsere Bürger haben Anspruch auf verkehrssichere, funktionstüchtige und gut gestaltete Strassen und Wege”, führt der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße aus.

In Zeiten knapper Kassen ist es nicht einfacher geworden, diesen Anspruch zu erfüllen und das Straßen- und Wegenetz zu erhalten, instand zu setzen und zu erneuern. Diese fundamentale Aufgabe haben die Stadt Bensheim und die Gemeinde Einhausen dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstrasse, kurz KMB, übertragen.

Das Straßen- und Wegenetz wird durch die Verkehrsbelastungen, Witterungseinflüsse und Alterung fortschreitend geschädigt. Im Normalfall geht man von einer Nutzungsdauer für eine Stadtstraße von 40 Jahren aus. Um die Substanzerhaltung über diesen Zeitraum und möglichst darüber hinaus zu gewährleisten und um eine vorzeitige Erneuerung zu vermeiden, sind kontinuierliche, systematische Erhaltungsmaßnahmen notwendig.

Um ebenso systematisch wie kostengünstig vorgehen zu können, wendet der KMB das sogenannte “Pavement-Management-System” an.

Jeden Euro effektiv verausgaben, den maximalen Nutzen aus den begrenzten Mitteln erzielen: Seit 2007 existiert im KMB eine neue “Strassendatenbank”. In dieser wurden sämtliche Strassen der beiden Kommunen erfasst. Zuvor wurde eine Bestandserfassung mit Zustands- bzw. Schadensdokumentation erstellt. Diese Datenbank ist die Grundlage für die weiteren Entscheidungen über zielgerichtete, systematische Straßenerhaltungsarbeiten .

“Gut dass wir verglichen haben” – so lässt sich Ergebnis beim KMB wohl auf einen einfachen Nenner bringen. Vergleichend betrachtet werden muss nämlich, welche Straße es am nötigsten hat, um dann entsprechende Prioritäten zu setzen. Die Zahlen aus dem Pavement Management zeigen auf, welche Dimension diese Aufgabe hat:

“Gut dass wir verglichen haben” – so lässt sich Ergebnis beim KMB wohl auf einen einfachen Nenner bringen. Vergleichend betrachtet werden muss nämlich, welche Straße es am nötigsten hat, um dann entsprechende Prioritäten zu setzen. Die Zahlen aus dem Pavement Management zeigen auf, welche Dimension diese Aufgabe hat:

Ergebnis Zustandserfassung Bensheim:

Bensheim Straßenlänge 180 km
Fläche der Straßen 0,9 Mio qm
Fläche Geh- Radwege 0,5 Mio qm
Fläche gesamt 1,4 Mio qm
Bauwerke
(Brücken, Stützmauern, usw.)
140 Stück
Ergebnis Zustandserfassung Bensheim

Ergebnis Zustandserfassung Bensheim

Ergebnis Zustandserfassung Einhausen:

Einhausen Straßenlänge 30 km
Fläche der Straßen 160.000 qm
Fläche Geh- Radwege 81.000 qm
Fläche gesamt 241.000 qm
Bauwerke
(Brücken, Stützmauern, usw.)
2 Stück
Ergebnis Zustandserfassung Einhausen

Ergebnis Zustandserfassung Einhausen

 

Die Stadt Bensheim wendet für den Straßenunterhalt jährlich rd. 1,7 Mio Euro auf (entsprechend – 1,20 €/m²),  die Gemeinde Einhausen jährlich rd. 150.000 € (entsprechend – 0,63 €/m²).

Langfristiges Ziel ist der Erhalt der Bausubstanz der Straßen und Wege in einem verkehrssicheren und gebrauchsfähigen Zustand – und dies gerade angesichts knapper Kassen möglichst systematisch und effizient. Den beiden Kommunen kommt hierbei auch zu Gute, dass der KMB auch die Abwasserentsorgung in diesen beiden Kommunen (und der Gemeinde Lautertal) durchführt und organisiert.

Der KMB deckt somit mit seinem technischen Geschäftsbereich beide Sparten, den Straßen- und Ingenieurbau und die Abwasserbeseitigung ab und kann hierdurch Synergieeffekte z.B. bei der koordinierten Durchführung von Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen nutzen.

Ab 01.01.2011 wurde der Eigenbetrieb Bauhof-Service Bensheim in den KMB integriert. Somit werden ab 01.01. auch die Bauhofdienstleistungen der Stadt Bensheim unter dem Dach des KMB organisiert.

Damit man auf Kleinreparaturen im Straßen- und Gehwegbereich noch schneller und effektiver reagieren kann, wird voraussichtlich ab April/Mai 2011 beim Bauhof-Service ein eigener Bautrupp mit 2 Mann und entsprechendem technischen Gerät installiert.

Die Aktion Schlagloch wird beim KMB nach den Jahren 2009 und 2010 nun zum dritten Mal durchgeführt. Erstmals beteiligt sich an dieser Aktion auch die Gemeinde Lautertal.

Hilfreich im Zusammenhang mit der Umsetzung der durchzuführenden Reparaturarbeiten ist das von der Hessischen Landesregierung aufgelegte Sonderprogramm zur Beseitigung der durch die letzten beiden harten Winter entstandenen Straßenschäden.

Das Landesprogramm hat ein Gesamtvolumen in Höhe von 100 Mio. €. Von diesem Betrag erhält die Stadt Bensheim 326.100 €, Einhausen 80.100 € und Lautertal 92.700 €.

Die Aktion Schlagloch wird vom 07. März bis 03. April 2011 durchgeführt. In diesem Zeitraum sind die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bensheim und der Gemeinden Einhausen und Lautertal aufgerufen, Schlaglöcher in Straßen sowie Geh- und Radwegen dem KMB zu melden.

Der KMB hat das ehrgeizige Ziel, die gemeldeten Schlaglöcher innerhalb kürzester Zeit zu beheben. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist, erfolgt aber eine Rückkoppelung mit der Person, die den Schaden gemeldet hat.

Dass der KMB nicht sofort tätig wird, kann u.a. damit zusammenhängen, dass der gemeldete Straßenschaden bereits erfasst ist, und der betroffene Straßenabschnitt im Zuge der Umsetzung einer großflächigeren Sanierungsmassnahme im Zuge des Straßeninstandsetzungsprogramms 2011 saniert wird.

Auch kann es sein, dass Straßenschäden gemeldet werden, die nicht in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Bensheim bzw. der Gemeinden Einhausen und Lautertal und somit in den Wirkungskreis des ASV gehören. Gemeint sind hier in erster Linie die klassifizierten Straßen wie Bundes- Landes- oder Kreisstraßen.

In diesen Fällen werden die gemeldeten Schäden unverzüglich an die hierfür zuständigen Stellen des Amtes für Straßen – und Verkehrswesen weitergeleitet.

Wer einen Straßenschaden melden möchte, dem stehen folgende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:

schlagloch(at)kmb-bensheim.de
Ein entsprechendes Schadensmeldungsformular ist auch unter www.kmb-bensheim.de abrufbar.

Telefon KMB-Verwaltung: 06251 / 1096-0
KMB-Bereich Bauhof-Service: 06251 / 17699-0