Lautertal

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Der KMB informiert: Der Starkregen und das Kanalsystem

Die häufigen lokalen Starkregen in den letzten Wochen und die daraus resultierenden Niederschlagsabflüsse überstiegen teilweise die Leistungsfähigkeit des Kanalsystems. Durch die Wassermassen war die Aufnahmekapazität der Kanäle kurzzeitig erschöpft und der Wasserpegel in den Kanalschächten erreichte die Oberkante der Straße. In der Folge konnte es zu Überflutungen durch Austritt von Kanalwasser an der Oberfläche oder bei fehlenden Sicherungssystemen zum Rückstau von Abwasser in Gebäudekellern kommen.

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger trägt bereits heute durch kompetente Planung und den nachhaltigen Betrieb der Kanäle aktiv zum Schutz der Kanäle vor den Folgen durch Starkregen bei. Hierzu zählen insbesondere die Schaffung von Regenrückhalteräumen und die regelmäßige Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Kanalisation.

Die Grundlage für die Dimensionierung der Kanäle bilden statistisch berechnete Regenmengen. Die Dimensionierung erfolgt unter der Berücksichtigung, dass auch vereinzelt ein Starkregen (sog. Bemessungsregen) aufgenommen werden kann, der statistisch jedoch ungefähr nur alle drei bis fünf Jahre auftritt.

In den letzten Jahren erfolgten zudem zahlreiche Investitionen in das Kanalnetz, um Schäden durch starke Regenfälle zu verringern.

Der Bau von Kanälen, die solche Wassermengen, wie sie in den letzten Wochen auftraten, vollständig ableiten können, ist jedoch wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Kosten für die entsprechende Vergrößerung sämtlicher Kanäle müssten auf die Abwassergebühren umgelegt werden, obwohl es sich bei den Starkregen der vergangenen Wochen in der Regel um lokale Ereignisse handelt. Dies würde einerseits einen enormen Anstieg der Abwassergebühren für die Bürger und Unternehmen mit sich bringen, der nicht tragbar wäre. Andererseits ist im Stadtkern durch die dichte Bebauung und den mit Leitungen durchzogenen Straßen kaum Platz für weiteren Rückhalteraum.

Der Umgang mit Starkregen kann sich jedoch nicht allein auf die öffentlichen Entwässerungssysteme und die öffentlichen Vorsorgemaßnahmen beschränken.

Aus diesem Grund wird seitens des KMB auf Folgendes hingewiesen: Jeder Hausbesitzer ist für den Schutz seines Gebäudes gegen den Rückstau des Abwassers in Kellerräumen selbst verantwortlich. Hausbesitzer haften auch gegenüber ihren Mietern für so entstandene Schäden.

Ohne geeignete Rückstausicherung kann bei einer Überlastung der Kanalisation infolge von Starkregen der Gebäudekeller überschwemmt werden, was teils zu gravierenden Schäden am Gebäude führen kann.

Gegen den Rückstau gibt es mehrere Lösungsansätze. Diese finden Sie unter anderem auf der Homepage des KMB unter https://kmb-bensheim.de/rueckstau-aus-kanalsystem/.

Grundsätzlich sollte man sich bei allen Maßnahmen von einem Fachmann beraten lassen. Architekten oder Sanitärinstallateure helfen gerne weiter, wenn es um die optimale – und rechtlich geforderte – Planung der Hausentwässerung geht.

Aber auch die beste Planung und Ausführung hilft nicht viel, wenn die installierten Anlagen nicht regelmäßig durch Fachkundige gewartet werden. Für Abwasserhebeanlagen und Rückstauverschlüsse gibt es je nach Ausführung empfohlene bzw. vorgeschriebene Wartungsintervalle von einem bis zu einem halben Jahr.

Die genauen technischen Bestimmungen für Entwässerungsanlagen auf Grundstücken und in Gebäuden sind nachzulesen in der DIN 1986.

Bei Missachtung der technischen Bestimmungen schränken Versicherungen Entschädigungen ein oder lehnen sie sogar ab. Schadenersatzansprüche gegenüber Kommunen sind in aller Regel ausgeschlossen, da der Rückstau in Misch- und Abwasserkanälen planmäßig vorgesehen ist.

Gern steht auch der KMB im Bedarfsfall beratend zur Seite. Als fachkundige Ansprechpartner stehen Ihnen die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtentwässerung und Kanalbetrieb Herr Mischler (Tel.: 06251 / 1096-16, Email: juergen.mischler@kmb-bensheim.de) und Herr Wondrak (Tel.: 06251 / 1096-19, Email: wolfgang.wondrak@kmb-bensheim.de) zur Verfügung.

 

Im Zweckverband wird rotiert

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 04.07.2016 von BA-Mitarbeiterin Jeanette Spielmann


BENSHEIM. Schon nach 30 Minutenwar die konstituierende Sitzung des Zweckverbands Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) beendet – das deutet auf eine gute Vorbereitung und eine unproblematische Formaliehin. Eingeladen zur
konstituierenden Sitzung hattenHelmut Sachwitz als Verbandsvorsitzender und Frank Daum als KMB-Geschäftsführer in den Vortragsraum der Gruppenkläranlage. Es galt unter anderem, eben nicht nur einen neuen Vorsitzenden und dessen  Stellvertreter zu wählen, sondern auch Mitglieder für die Wahl in den Verbandsvorstand vorzuschlagen.

Problemlose Personalien

Der Sitzungsälteste:

Die gute Vorbereitung zeigt sich bereits bei der Wahl des Sitzungsältesten, der bis zur Wahl des Vorsitzenden die Versammlung leitete. Eigentlich stünde diese Ehre Dr. Hermann Sturm aus Einhausen zu. Da er aber zur Wahl für den Vorsitz stand, übernahm der zwei Jahre jüngere Richard Meckel aus Lautertal die Sitzungsleitung. Das nur für kurze Zeit, denn die Wahl von Sturm erfolgte schnell und einstimmig, ebenso wie die folgenden Wahlgänge.
 

Vorsitz der Versammlung:

Entsprechend der Satzung wechseln sich die Gemeinden Lautertal und Einhausen im Wechsel der Wahlperioden ab. –  Bensheim steht satzungsgemäß der Vorsitz im Verbandsvorstand zu. Nachdem in der vergangenen Wahlperiode mit Udo Rutkowski ein Lautertaler die Verbandsversammlung leitete, fiel jetzt der Vorsitz an die Weschnitzgemeinde. Gewählt wurde Dr. Hermann Sturm. Dementsprechend werden die beiden Positionen der Stellvertretung von der Stadt Bensheim und der Gemeinde Lautertal besetzt. Dabei fiel die Wahl auf Henning Ameis aus Bensheim und Anja Müller aus Lautertal.

Die Schriftführer:

Wie bisher übernimmt Verbandsgeschäftsführer Frank Daum diese Aufgabe in der Versammung. Seine Vertretung ist die Verbandsbedienstete Ute Hiesinger. Beide wurden einstimmig gewählt.

Der Vorstand:

Gewählt wurden von der Verbandsversammlung auch die neun Delegierten aus den Mitgliedsgemeinden (jeweils drei), die künftig den Verbandsvorstand bilden. Für Bensheim gehen Erster Stadtrat Sachwitz, Stadtrat Hans Seibert und Stadtrat Norbert Bauer in den Verbandsvorstand, aus Lautertal sind es Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, Beigeordneter Dr. Karl-Josef Kuhn und Gemeindevertreter Markus Bormuth. Einhausen wird im Vorstand durch Bürgermeister Helmut Glanzner, Beigeordneten Bernd Gärtner und Gemeindevertreter Armin Kromer vertreten. Die Wahl des Vorsitzenden und seiner Stellvertreter erfolgt in knapp zwei Wochen in einer nichtöffentlichen Sitzung.

Teilweise heikle Sachthemen

Bauhöfe:

Informiert wurde die Versammlung noch über die planmäßige Integration des Lautertaler Bauhofs in den Zweckverband und den problemlos angelaufenen Echtbetrieb seit Anfang des Jahres. Nachgefragt wurde aber auch nach dem Sachstand bezüglich der Bauhof-Situation in Zwingenberg. Verbandvorsitzender Sachwitz betonte die gesprächsbereite, aber zurückhaltende Haltung des Zweckverbandes: „Aktuell gibt es keinen Anlass, sich in die internen Verbandsangelegenheiten“ in der Nachbarschaft einzumischen. Den Ausführungen des Verbandsvorstehers war zu entnehmen, dass über Sinnhaftigkeit und Eckpunkte einer möglichen Zusammenarbeit beider Zweckverbände zwar nachgedacht werde, aber das Heft des Handelns in Zwingenberg beziehungsweise Alsbach liege.

Ehrenvolle Verabschiedungen

Norbert Süßmuth:

Zum Abschluss der Verbandsversammlung wurde Norbert Süßmuth aus Lautertal verabschiedet, der von Oktober 2008 bis Mai 2016 dem Verbandsvorstand angehörte. Verbandsvorsitzender Sachwitz dankt ihm mit einem Weinpräsent für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Dietmar Raulin:

Der Einhäuser gehörte dem Vorstand von Juni 2011 bis Mai 2016 an und war zuvor von Juni 2006 bis Mai 2011 stellvertreten-
des Mitglied in der Verbandsversammlung.

RudolfVolprecht:

Rudolf Volprecht war von Juni 2011 bis Mai 2016 Mitglied im Verbandsvorstand. Er war nicht anwesend.

Wichtige Aufgaben seit 52 Jahren

Die Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) ist ein Zweckverband nach den Vorschriften des Gesetzes über kommunale Gemeinschaftsarbeit, der von der Stadt Bensheim sowie den Gemeinden Einhausen und Lautertal gebildet wird. Zu seinen Aufgaben zählen seit der Gründung im Jahr 1964 die Abwasserentsorgung, der kommunale Straßenbau und der Bauhofservice mit Bestattungswesen. Wichtiges Organ des Zweckverbandes ist die Verbandsversammlung, die sich aus den Delegierten der Mitgliedskommunen zusammensetzt. Entsprechend muss nach der Kommunalwahl auch die Verbandsversammlung neu besetzt werden. Der Verbandsversammlung gehören jeweils fünf Delegierte aus den Mitgliedskommunen Bensheim, Lautertal und Einhausen an:

Stadt Bensheim:

Henning Ameis (Stellvertreter:Rico Klos), Antje Adam (Hans-Christian Wüstner), Norbert Koller (Andreas Born), Holger Steinert (Dr. Rolf Tiemann) und Tobias Fischer(Dominik Wetzel).

Gemeinde Lautertal:

Richard Meckel (Friedrich W. Mink), Hans-Dieter Bickelhaupt (Peter Rohlfs), Anja Müller (Erich Sauer), Wolfgang Helfrich
(Tobias Pöselt)und Udo Rutkowski (Frank Maus).

Gemeinde Einhausen:

Dr. Hermann Sturm (Nils Forell), Yvonne Spors (Patrick Freudenberger), Uwe Stellmann (Dominique Riedl), Sven Giörtz (Karin Schaller) und Darius Benzin (Dr. Birgit Schleep).

 

Die ersten neuen Fahrzeuge sind im Einsatz

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 21.05.2016 von Redaktionsmitglied Thorsten Tritsch

 

LAUTERTAL. Die Übertragung des Bauhofs auf den ZweckverbandKommunalwirtschaft Bergstraße(KMB) nimmt erste Formen an: Knapp fünf Monate nach Beginn der interkommunalen Zusammenarbeit stehen die ersten neuen Fahrzeuge auf dem städtischen Betriebsgelände. Acht alte Fahrzeuge wurden bereits ausrangiert, fünf neue angeschafft. Die bisherige Investition beträgt 280000 Euro.
Das ist laut Zweckverbands-Geschäftsführer Frank Daum nur die erste Phase der Partnerschaft, die im November vergangenen Jahres besiegelt wurde. Nach einer anfangs durchaus auch emotional geführten Debatte stimmten am Ende sämtliche Beschlussgremien der Gemeinde Lautertal zu – und zwar über alle Parteigrenzen hinweg.
Der Bürgermeister kommentierte die Übernahme am Donnerstag ähnlich positiv wie vor einem halben Jahr. „Innerhalb kürzester Frist wurde der erste Meilenstein des Kooperationsvertrags angegangen“, so Jürgen Kaltwasser vor Ort. Durch das neue integrierte Fuhrparkkonzept sei nun ein wirtschaftlicheres und effektiveres Arbeiten möglich. Kaltwasser spricht von einer hervorragenden Zusammenarbeit, die mit dem Abriss und Neubau der Betriebsgebäude in die nächste Runde geht.
Daum geht davon aus, dass die maroden Bestandsgebäude sowie das Wohnhaus nach Erteilung der Abrissgenehmigung im September fallen werden. Mit dem Neubau an gleicher Stelle will der Zweckverband dann zeitnah starten. Geplant sind eine Lager- und eine Fuhrparkhalle sowie ein Sozialgebäude mit Werkstatt und einem weiteren Lager für Betriebsmittel. Auch Umkleiden, Waschräume und Toiletten umfasst der Komplex, für den der Verband Investitionskosten in Höhe von 905000 Euro angibt. Der Abbruch der alten Gebäude wird mit rund 150.000 Euro veranschlagt. Deren Substanz ist energetisch wie arbeitsschutzrechtlich indiskutabel. Eventuelle Altlastensanierungen sind auf dieser Rechnung nicht enthalten. Diese müsste die Gemeinde Lautertal übernehmen.

Initiative ging von Grünen aus.

Eine Aufwertung des Bauhofs im großen Stil sei für die Schutzschirmkommune undenkbar gewesen, betonte Jürgen Kaltwasser. Die Gemeinde ist seit Jahrzehnten  Mitglied im KMB und war 1964 Gründungspartner in dessen Vorgänger, dem gemeinsamen Abwasserverband von Bensheim und Lautertal. Es herrsche eine vertrauensvolle Beziehung, so der Rathauschef. Auch der Bensheimer Stadtrat und Verbandsvorsitzende Helmut Sachwitz spricht von einer guten und logischen Entscheidung. 2011 war bereits der Bensheimer Bauhof in der KMB eingegliedert worden. Der Verband hatte damals mit weiteren Kommunen gerechnet, die diesen Schritt gehen. Dann hat es doch noch vier Jahre gedauert, bis aus einem ersten Antrag – damals von der Grünen Liste Lautertal – ein konkretes Vertragswerk geworden ist. „Wir arbeiten auf Augenhöhe miteinander“, betonte Sachwitz die Kooperation, die am 1. Januar mit der Aufnahme des Echtbetriebs gestartet war – mit einem ziemlich kurzen Vorlauf, wie Frank Daum unterstreicht. Auch Personal, Anlagevermögen und Wirtschaftspläne wurden der neuen Regie übertragen.

Positive Zwischenbilanz

Nach den ersten fünf Monaten fällt die Zwischenbilanz aller Beteiligten durchweg positiv aus. Gleich im neuen Jahr wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Drei Unimogs aus den 80er Jahren hat der KMB bereits ausgesondert. Ebenso einen Bagger, einen Radlader, einen Anhänger,einen Aufsitzrasenmäher sowie das Auto des Vorarbeiters, das durch einen Neuwagen ersetzt wurde. Zugekauft wurden außerdem ein Unimog, ein Traktor und ein Radlader sowie ein großer Anhänger für den Bobcat-Bagger. Damit wurde der Bestand zunächst von acht auf vier Fahrzeuge reduziert. Der Einsatz von Sonderfahrzeugen und Spezialmaschinen (Friedhofsbagger, Kehrmaschinen) erfolgt von Bensheim aus. Auf dem Gelände am Brandauer Klinger parken nur die notwendigen Fahrzeuge, alles andere rollt je nach Bedarf aus der Nachbarstadt an. Genau das versteht der KMB unter „integriertes Konzept“. Künftig werden in Lautertal nur noch zwei Unimogs den Winterdienst erledigen. Im September wird der Bestand durch weitere Geräte erweitert. Für die weitere Modernisierung der Fahrzeuge nimmt der Verand nochmals rund 100.000 Euro in die Hand.

Mit dem Abriss des hinteren Gebäudes soll im April oder Mai 2017 begonnen werden. Dort entstehen eine offene Fahrzeughalle sowie weitere Funktionsgebäude. Auf dem Hof wird ein Streusalzsilo stationiert. Geschäftsführer Daum rechnet damit, dass der Betrieb Mitte nächsten Jahres komplett runderneuert sein wird. „Unser Bauhof bewahrt seine Identität“, freut sich Jürgen Kaltwasser. Auch Helmut Sachwitz betont: „Mit einer feindlichen Übernahme hat das nichts zu tun. Das Gegenteil ist der Fall.”

 

Verstopfte Kanalanschlüsse

Der KMB informiert:

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger stellt in letzter Zeit vermehrt fest, dass sich Meldungen von Grundstückseigentümern zu Kanalverstopfungen häufen.

Die Meldungen gehen beim KMB in der Regel jedoch erst ein, nachdem der Betroffene eine Fremdfirma zur Beseitigung der Verstopfung beauftragt hat und es nun um Regelungen der Kostenübernahme geht. Dies führt dann meist zu Diskussionen, nicht zuletzt auch wegen der Ursache der Verstopfung.

In den Verbandskommunen Bensheim, Lautertal und Einhausen ist nach der geltenden Entwässerungssatzung der KMB im öffentlichen Bereich bis zur Grundstücksgrenze verantwortlich für die Abwasseranlage.

Der KMB empfiehlt daher den Grundstückseigentümern in seinem Verbandsgebiet bei Feststellung einer Verstopfung zunächst den KMB zu informieren. Dieser veranlasst dann in Abstimmung mit dem Betroffenen eine Kanalinspektion und Ortung des Schadens durch ausgewählte Fachfirmen.

Die zertifizierten Kanalsanierungsberater des KMB werten anschließend die Ergebnisse der Kanalinspektion aus und schlagen eine technisch saubere Lösung zur Beseitigung der Verstopfung vor. In einigen Fällen ist eine Beseitigung der Verstopfung auch in geschlossener Bauweise möglich, so dass ein Aufgraben vermieden werden kann.

Stellt sich heraus, dass die Verstopfung im öffentlichen Bereich ist, trägt der KMB gemäß Entwässerungssatzung auch die Kosten für deren Beseitigung.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie den KMB an oder schreiben eine Email an info@kmb-bensheim.de

Der KMB ist im Notfall auch täglich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 06251 / 10960 erreichbar.

Ein Tierscanner für den Bauhof

Soziales Tiernetz Bensheim stattete die KMB-Außenstelle Lautertal mit Lesegerät für Tiertransponder aus

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 11.04.2016

LAUTERTAL. Der KMB-Bauhofservice Bensheim setzt ihn schon seit vier Jahren ein und jetzt verfügt auch die Außenstelle Lautertal über einenTierscanner. Der seit Jahresbeginn zum KMB-Bauhofservice gehörende Bauhof der Gemeinde Lautertal ist damit die insgesamt zweite Einrichtung im Kreis Bergstraße, die mit Unterstützung des Sozialen Tiernetzes Bensheim Tierhaltern helfen kann.
Voraussetzung dafür ist, dass das Tier mit einem Mikrochip ausgestattet ist und die mit dem Chip verbundenen Halter- und Tierdaten auch bei einer zentralen Datenbank registriert sind. Im Falle des vom Bauhofservice eingesetzten Scanners ist es Europas größtes  Haustier-zentralregister Tasso – ein Verein, der sich ausschließlich über Spenden finanziert und bei dem gekennzeichnete Tiere kostenlos registriert werden können.

Die Markierung durch die Implantation eines Chips (Tiertransponder) oder durch eine Tätowierung bei einem Tierarzt ermöglicht, entlaufene Tiere sicher identifizieren und an ihre Besitzer zurückvermitteln zu können. „Bei seriösen Züchtern ist es Standard, dass Haus- tiere bei der Abgabe gechipt sind“, weiß KMB-Geschäftsführer Frank Daum, der selbst Besitzer eines Hundes ist. Die Registrierung in einem Haustierregister muss der Tierhalter allerdings selbst veranlassen, doch das wird oft vergessen. Eine Erfahrung, die in den vergangenen vier Jahren im Bauhofservice Bensheim immer wieder gemacht wurde. Zwischen 20 und 30 Tiere, vorwiegend Katzen, sind es durchschnittlich im Laufe eines Jahres, die Opfer des Verkehrs wurden und bei der Straßenreinigung von den Mitarbeitern gefunden werden. Mit Hilfe des Tierscanners können diese Tiere jetzt dem Halter zugeordnet werden, wenn sie markiert sind.

 

Ende der Ungewissheit

Immer wieder kommt es vor, dass der Scanner zwar eine Nummer ausweist, diese Nummer aber in der Datenbank nicht registriert ist. Dann es ist unvermeidlich, dass das Tier an die Tierkörperverwertung gegeben werden muss. „Die Ungewissheit über das vermisste Tier ist für den Tierhalter eine schlimme Situation”wissen Sabine Remers, stellvertretende Vorsitzende des Sozialen Tiernetzes Bensheim, und Tierärztin Birgit Seiberth. Mit dem Tierscanner möchte das Soziale Tiernetz den Tierhaltern diese Ungewissheit nehmen und den individuellen Abschied vom vierbeinigen Familienmitglied ermöglichen. Erfreut über die Unterstützung durch das Soziale Tiernetz Bensheim zeigte sich Karl Schmidt, Vorarbeiter der Bauhofservice-Außenstelle Lautertal. Denn auch in Lautertal lässt es sich nicht verhindern, dass sich Hund und Katze selbstständig auf den Weg machen. Wenn dann das Schlimmste passiert, kann der Halter zumindest informiert werden.
Aber schlimm muss es nicht immer enden, denn mit Hilfe der Registrierung waren auch schon viele „Familienzusammenführungen“ möglich. Knapp 60500 entlaufene Hunde und Katzen konnte der Verein Tasso im vergangenen Jahr an ihre Halter zurückvermitteln.

Geschäftsführer Frank Daum (rechts) und Vorarbeiter Karl Schmidt (links daneben) nahmen den Scanner von Sabine Remers und Birgit Seiberth (von links) entgegen.

KMB: Land fördert die Zusammenarbeit der Gemeinde Lautertal mit dem Verband

Zuschuss für die Integration des Bauhofs

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 29.03.2016 von Redaktionsmitglied Gerlinde Scharf

 

LAUTERTAL. Ein „großes Kompliment“ für ein herausragendes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit machte Werner Koch, Staatssekretär im hessischen Innenministerium, der Gemeinde Lautertal und dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) bei der Übergabe eines Zuwendungsbescheides in Höhe von 50 000 Euro. Dass das Geld dringend gebraucht und gut angelegt wird, darüber bestand weder bei Koch, noch Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, Verbandsvorsteher Erster Stadtrat Helmut Sachwitz und KMB-Geschäftsführer Frank Daum der geringste Zweifel. Nach einem langen und steinigen, letztendlich aber doch erfolgversprechenden Weg hat der KMB den Lautertaler Bauhof, und damit auch dessen elf Mitarbeiter, zum 1. Januar übernommen – und wird fortan in den neuen Partner investieren. Wie Daum mitteilte, hat man beim KMB keine Zeit verloren und umgehend mit der Arbeit begonnen. Ein ebenso wirtschaftliches wie flexibles Fuhrparkkonzept sei erstellt worden, neue Fahrzeuge, wie ein Vorarbeiterwagen, ein Hänger und ein Radlader seien angeschafft worden. Im April soll ein großer Traktor geliefert werden. Im Gegenzug hat der Zweckverband die Anzahl der kostenintensiven Unimogs von vier auf zwei reduziert. Bei Engpässen  wird auf die Ressourcen in Bensheim zurückgegriffen.

Insgesamt 380 000 Euro investiert der KMB in die Modernisierung des Lautertaler Fuhrparks. Und das ist nicht alles: Das sanierungsbedürftige Bauhofgebäude im Brandauer Klinger in Reichenbach wird demnächst dem Boden gleichgemacht. An seine Stelle kommt ein Neubau. In der Außenstelle des KMB wird aus Synergiegründen künftig aber auf Verwaltungsräume und große Werkstätten verzichtet.
Verbandsvorsteher Sachwitz sah in der Bauhof-Integration „ein wichtiges Signal für andere, das Sinn hat“, das zu einem guten Ergebnis geführt habe und eine Verschlankung von Strukturen nach sich ziehe. Bei Beginn der Verhandlungen sei nicht unbedingt mit einer einvernehmlichen Regelung zu rechnen gewesen. „Emotionale Klippen“ seien zu überwinden gewesen.

„Es gab keine Ressentiments“

Letztendlich aber sei die interkommunale Zusammenarbeit in allen Beschlussgremien der Gemeinde Lautertal – und über alle Parteigrenzen hinweg – beschlossen worden, betonte Bürgermeister Jürgen Kaltwasser. Helmut Sachwitz dankte vor allem dem „Motor“ der Fusion, KMB-Geschäftsführer Frank Daum,  für dessen Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick. Nach einer Änderung des Umsatzsteuergesetzes sei die Übernahme schließlich möglich geworden. Für eine Schutzschirmgemeinde wie Lautertal sei die dringend notwendige Sanierung des Bauhofs finanziell nicht zu schultern gewesen, beschrieb Kaltwasser „eine schwierige Situation“ und wies daraufhin, dass die Gemeinde bereits seit Jahrzehnten Mitglied im KMB und dessen Vorgänger, dem Abwasserverband Bensheim – Lautertal, ist: „Es gab keine Ressentiments gegenüber dem größeren Partner. Wir haben eine offene Diskussion geführt.“ Dass es bislang von Bürgerseite keine kritischen Einwände gegen die Übernahme gegeben habe, wertete Kaltwasser als positives Zeichen: „Wir haben unsere Identität nicht aufgegeben.“

Dass interkommunale Zusammenarbeit noch immer die Ausnahme, aber uneingeschränkt zu unterstützen ist, machte der Überbringer der guten Nachricht, Staatssekretär Werner Koch, deutlich. Der demografische Wandel und die Haushaltssituationen vieler Gemeinden sprächen für eine Bündelung von Aufgaben. Der maximale Förderbetrag von 50.000 Euro solle deshalb Motivation für andere sein und gleichzeitig die neuen Partner unterstützten und ermutigen: „Der KMB ist ein Vorbild.“

 

Staatssekretär Werner Koch (links) übergab einen Landeszuschuss in Höhe von 50000 Euro an den KMB, rechts dessen Geschäftsführer Frank Daum mit dem Lautertaler Bürgermeister Jürgen Kaltwasser

Staatssekretär Werner Koch (links) übergab einen Landeszuschuss in Höhe von 50000 Euro an den KMB, rechts dessen
Geschäftsführer Frank Daum mit dem Lautertaler Bürgermeister Jürgen Kaltwasser

 

Durchführung von Fremdwassermessungen in Bensheim und Lautertal

In Teileinzugsgebieten der Gruppenkläranlage werden zeitweise erhebliche Fremdwasserabflüsse registriert. Dieses Fremdwasser sind Einleitungen aus Dränagen, Bachläufen oder Grundwasser und können zur Überlastung der Abwasseranlage oder Überschwemmungen führen.

Durch Fremdwasser entstehen Kosten, da sauberes Wasser mit Abwasser vermischt, dann über Pumpstationen gefördert und der Kläranlage zugeleitet wird. Die Kläranlage reinigt dieses Wasser wieder und leitet es in den Vorfluter (Bensheim Mühl- und Mittelgraben) ein. Dies ist ökologisch nicht sinnvoll und die entstehenden Kosten sind von den Bürgern zu tragen. Außerdem wird der gesetzlichen Forderung der Schonung des Wasserhaushaltes nicht entsprochen.

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger hat daher im Jahr 2014 mit der Umsetzung eines Fremdwasserreduzierungskonzeptes begonnen und im Verbandsgebiet erste Messungen im Winter/Frühjahr 2015 durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass in Teilbereichen enorme Zuflüsse sind, welche nun lokalisiert werden müssen.

Da Fremdwasser nachts am besten festzustellen ist, wird nun in einzelnen Messkampagnen die weitere Prüfung erfolgen. Dies erfolgt wie bereits erwähnt nachts bei trockenen Verhältnissen, weil der Schmutzwasserzufluss dann am geringsten ist und kein Regenwasser zufließt.

Bei diesen Messungen sind Mitarbeiter eines beauftragten Büros in der Zeit zwischen 1 und 5 Uhr nachts unterwegs und gehen systematisch von Schacht zu Schacht, der geöffnet wird, um den Zufluss genauer zu lokalisieren.

Folgende Anzahl von Schächten werden im Verbandsgebiet kontrolliert: Lautertal-Gadernheim 40 Schächte, Lautertal-Reichenbach 40 Schächte, Lautertal-Elmshausen / Wilmshausen 45 Schächte, Schönberg 20 Schächte, Gronau 25 Schächte und Zell 15 Schächte.

Die Überprüfungen sollen im März bei entsprechender Witterung durchgeführt werden. Konkret geplant sind für das Lautertal die 10. Kalenderwoche 2016 und für das Bensheimer Gebiet die 11. und 12. Kalenderwoche 2016.

Der KMB bittet daher um Verständnis, wenn nachts ein Klappern eines Kanaldeckels zu hören sein wird. Die mit der Durchführung beauftragten Mitarbeiter werden versuchen, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten.

 

Ortsdurchfahrt Elmshausen: Ab Februar erneuert der KMB Kanalhausanschlüsse

In Zusammenhang mit der von Hessen Mobil geplanten grundhaften Erneuerung der B 47 in der Ortsdurchfahrt von Elmshausen werden vom Zweckverband KMB die in diesem Bereich vorhandenen schadhaften Kanalhausanschlüsse saniert beziehungsweise erneuert.

 

Mit dem Beginn der Bauarbeiten ist Anfang Februar (5. Kalenderwoche) im Bereich der Sackgasse Richtung Sachsenhäuser Straße zu rechnen, mit deren Abschluss Ende Juni (26. Kalenderwoche). Betroffen ist die Ortsdurchfahrt zwischen der Straße „Im Freiacker“ und der Straße „Heckenwiesenweg“, wobei die Baumaßnahme in 21 Abschnitte unterteilt ist. Geplant ist jeweils eine halbseitige Sperrung, der Verkehr wird mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

 
Die Sanierungsarbeiten basieren auf einer bereits 2015 erfolgten Kanalanschlussinspektion und der entsprechenden Auswertung. Geplant ist die Erneuerung von 55 Hausanschlüssen bis Grundstücksgrenze. Die Anzahl kann sich aber auf 80 erhöhen, da Sinkkasten- und Anschlussleitungen, die auf einem Strang liegen, dann getrennt werden.

 
Insgesamt werden 300 Meter Kunststoffrohr verlegt und es sind 315 Quadratmeter Straßenfläche und 155 Quadratmeter Gehweg betroffen. Im Vorfeld der Baumaßnahme wird eine Flächensondierung auf Kampfmittel vorgenommen. Über die anstehenden Arbeiten werden die Anwohner rechtzeitig und jeweils abschnittsweise mit einem Anschreiben informiert.

Neues Einlaufbauwerk Felsbach

Neues Einlaufbauwerk Felsbach

Neues Einlaufbauwerk Felsbach

Im Zuge der Ertüchtigung der Verdohlung des Felsbaches im Lautertal wurde in Reichenbach eine neues Einlaufbauwerk hergestellt. Bei Starkregenereignissen war das alte Bauwerk immer mit Schwemmgut zugesetzt worden, was zu einer Überflutung der Balkhäuser Straße führte. Dem wurde mit dem neuen  Bauwerk nun abgeholfen.

 

Drei Millionen Euro fließen in Kläranlage

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 05.06.2013 von Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger

Regenüberlaufbecken

Rechengebäude

BENSHEIM. Der gemeine Bensheimer verbraucht täglich 90 Liter Wasser. Was in der Toilette verschwindet oder beim Duschen, Kochen und Hände waschen abfließt, landet in der Gruppenkläranlage des Zweckverbands Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) im Neuwiesenfeld.Dort werden die Abwässer aus Bensheim, Lautertal und Einhausen gereinigt. Um weiterhin reibungslose Abläufe gewährleisten zu können und sich zukunftssicher aufzustellen, investiert der KMB 3,2 Millionen Euro in die Kläranlage. Das teilten Geschäftsführer Frank Daum, Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Daniel Zimmermann gestern mit. Zimmermann ist der Bereichsleiter für den Kläranlagenbetrieb. Insgesamt werden vier Vorhaben umgesetzt.

 

Erweiterung des Rechengebäudes

Der größte Kostenpunkt mit 1,7 Millionen Euro bildet der Umbau des sogenannten Rechengebäudes. Im Gebäude aus den 70er Jahren werden im Zuge einer mechanischen Reinigung alle groben Stoffe aus dem Schmutzwasser herausgefiltert. „Toilettenpapier, Holz, Treibgut, Plastikteile. Vieles was nicht ins WC gehört“, erklärte Zimmermann. Der Umbau umfasst neben der Erweiterung des Hauses die Erneuerung der Ausrüstung und einen eigenen Anbau für die Maschinentechnik. Künftig wird die Brühe über Förderschnecken nicht nur in eine, sondern zwei Reinigungsstraßen laufen. „Das verbessert die Qualität deutlich“, so Daum. 1,7 Millionen Euro müssen veranschlagt werden.

Für 310.000 Euro erhält die Anlage außerdem ein Notstromaggregat. Das wird in einem Container hinter den Faultürmen aufgebaut. Bisher konnte bei einem Stromausfall über die eigenen Blockheizkraftwerke die Versorgung kurzzeitig sichergestellt werden. Eine in Auftrag gegebene Risikobewertung eines Ingenieursbüros empfahl jedoch, sich mehr Unabhängigkeit zu verschaffen. „Wir müssen gewährleisten, dass in einem Katastrophenfall kein ungeklärtes Abwasser in die Umwelt gelangt“, betonte Sachwitz. Bei neuen Anlagen gehört diese Absicherung bereits zum Standard. Bensheims größte Reinigungsmaschine wurde jedoch Mitte der 90er Jahre zum letzten Mal saniert. Die Verantwortlichen wollen mit der Modernisierung nicht nur auf den neusten Stand der Technik kommen, sondern „höchstmögliche Sicherheit ausgestalten“ (Daum).

Dass sich nach zwei Jahrzehnten die Welt weitergedreht hat, zeigt sich vor allem im Schaltraum. Die Prozessleittechnik und die programmierbare Steuerung bedürfen dringend einer Aktualisierung. Das Betriebssystem arbeitet mit DOS, Ersatzteile schwierig zu beschaffen. 800.000 Euro kostet die Optimierung – was gut angelegtes Geld sein dürfte, schließlich laufen alle Vorgänge computergesteuert ab.

Der letzte Punkt auf der Investitionsliste dient in erster Linie der Arbeitserleichterung der Mitarbeiter. Schrittweise werden alle Außenstationen im Verbandsgebiet vernetzt. Das bedeutet: Bei einer Störmeldung musste bisher gleich vor Ort nach der Ursache gesucht werden. Nach der Umrüstung kann zunächst aus der Ferne über PC, Laptop oder Tablet geprüft werden, was für ein Problem vorliegt. Bis alle Stationen angebunden sind, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. „Wir haben mit den größeren angefangen“, so Zimmermann.

Arbeiten dauern bis 2014

Alle fünf Jahre lässt der KMB die Kläranlage zertifizieren, zuletzt 2012. „Das verlief ohne Probleme und Beanstandungen. Es geht aber nur mit qualifiziertem Personal und einem optimalen technischen Zustand der Einrichtungen“, betonte Verbandsvorsteher Sachwitz. In der Verbandsversammlung sei die Erneuerung einstimmig beschlossen worden. Sachwitz wertete dies als Indiz, dass die interkommunale Zusammenarbeit an dieser Stelle funktioniert und Vertrauen in die Entscheidungsträger vorhanden ist.

Die Umbauarbeiten auf dem weitläufigen Gelände sollen im Frühjahr 2014 zum Abschluss kommen. Die Installation des Notstromaggregats nimmt mehr Zeit in Anspruch, weil das Gerät individuell auf die Bensheimer Erfordernisse zugeschnitten wird.

Zahlen und Fakten

  • Die Kläranlage des KMB wurde 1974 gebaut und 1982 um eine Schlammentwässerungsanlage erweitert.
  • Täglich werden durchschnittlich 14.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt, im Jahr beläuft sich die Summe auf 5,5 Millionen Kubikmeter.
  • Ein Durchlauf dauert rund 28 Stunden. Bei Regenwetter flutscht es entsprechend schneller (20 Stunden), an trockenen Tagen geht es langsamer voran (39 Stunden).
  • Der jährliche Energiebedarf liegt bei 1,9 Millionen Kilowattstunden Strom. 900.000 Kilowattstunden werden über drei eigene Blockheizkraftwerke abgedeckt, in denen Klärgas umgewandelt wird. Der weitere Bedarf wird über Ökostrom abgedeckt, der zugekauft werden muss.
  • Das Kanalnetz des Zweckverbands ist 329 Kilometer lang. 23 Pumpwerke, 18 Regenüberlaufbecken und 33 Regenüberlaufbauwerke liegen im Einzugsgebiet verteilt.
  • Die Größe der Kläranlage, in der das Abwasser aus Bensheim, Lautertal und Einhausen aufbereitet wird, ist auf 90.000 Einwohner ausgelegt. Der derzeitige Auslastungsgrad beträgt 75 Prozent – Reserven sind demnach vorhanden.
  • Die Wasserwerte werden täglich gemessen und im Labor überwacht. Nach der Reinigung fließt das geklärte Abwasser in den Mühl- und Mittelgraben.
  • Der Zweckverband ist neben der Abwasserentsorgung als Dienstleistungsunternehmen im kommunalen Straßenbau tätig. Außerdem gehören der Bauhof-Service Bensheim und das Bestattungswesen seit 2011 zum KMB.