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Hochwasser – ein Restrisiko bleibt immer

CDU-Fraktion: Zweckverband KMB informierte über geplante Schutzmaßnahmen im Stadtgebiet

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 22.06.2017

Bensheim. Da warnt das Hessische Umweltministerium vor akuter Waldbrandgefahr – und was macht die Bensheimer CDU? Veranstaltet einen Themenabend zum Hochwasserschutz. Aber im Ernst: Die sogenannten Extremereignisse haben auch im Stadtgebiet deutlich zugenommen. Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller waren in den vergangenen Jahren keine Seltenheit.

Der Kommunalverband Mittlere Bergstraße (KMB) informierte am Dienstag im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung über die Auswirkungen der jüngsten Starkregenfälle und welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien.

Tobias Heinz begrüßte KMB-Geschäftsführer Frank Daum sowie Verbandsvorsteher und Ersten Stadtrat Helmut Sachwitz. Dieser machte deutlich: „Jeder Hauseigentümer muss seinen Teil dazu beitragen.“ Zum Beispiel durch eine Rückstausicherung, die den technischen Möglichkeiten und den aktuellen Vorschriften entspricht. Denn nach geltendem Recht ist er für alle Schäden verantwortlich, die auf einem Fehlen dieser Sicherungen beruhen.

Extreme Wetterlagen

Fakt ist: Extreme Wetterlagen mit viel Niederschlag belasten das Kanalsystem bis zum Anschlag – und oftmals darüber hinaus. Wenn Gullideckel in die Höhe schießen, ist es bereits zu spät.

Daum sprach von einem zentralen Thema im Kontext der lokalen Abwasserbeseitigung. Seit 2014 arbeitet der KMB daher an einem Generalentwässerungsplan für das komplette Verbandsgebiet. Ein Aspekt dabei ist die Reduzierung von sogenanntem Fremdwasser – also Wasser, das meist ungewollt in die Kanalisation eindringt, sich mit dem Schmutzwasser vermischt und gemeinsam abfließt. Die größten Mengen stammen laut Messung aus Gadernheim, Schönberg oder Gronau. Laut Daum bestehen etwa 30 Prozent der Wassermenge, die aus Lautertal bergab nach Bensheim fließt, aus diesem Fremdwasser.

Der Verband plant ein ganzheitliches Konzept, das auch die hydraulische Sanierung des bestehenden Kanalnetzes umfasst. Rückblende: Im Sommer 2016 kam es in Bensheim zu heftigen Gewittern, die zu gefluteten Unterführungen und Straßen sowie vollgelaufenen Kellern geführt hatten. Erneut kam es am Meerbach auf Höhe der Bundesstraße 3 im Bereich der Siroan-Unterführung zu einem hohen Wasserstand. Eine ähnliche Lage gab es vier Jahre zuvor im Mai und Juni 2013. Die beiden Meerbachbrücken an Bahn und Bundesstraße waren damals besonders stark betroffen. Eingedeichte Gewässer wie Winkelbach, Ziegelbach und Neugraben waren voll wie, liefen aber nicht über. Auch der Meerbach in Gronau und Zell uferte aus und floss über die Straßen talabwärts.

Es ist die Aufgabe – und die Pflicht – des KMB, für ein ausreichend leistungsfähiges Ablaufsystem zu sorgen, so Frank Daum. Dazu gehört auch der Schutz von Gewässern und Grundwasser. Das Verbandsgebiet umfasst rund 350 Kanalkilometer mit gut 10 000 Haltungen. Eine Haltung ist die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten.

Das Einzugsgebiet des Verbands reicht von Einhausen über Bensheim bis Lautertal. In diesem Bereich führt der KMB Messungen und Analysen durch, um das System auf der Basis von detaillierten Daten zu verbessern. Noch im laufenden Jahr soll ein umfassendes Sanierungskonzept fertiggestellt werden.

Bedarf am Beauner Platz

Als dringende Baustellen nennt Daum unter anderem den Beauner Platz, wo im Bereich der Winkelbachverdolung ein Kanalrohr den Bachlauf quert. Dies führe zu einem Rückstau, der beseitigt werden müsse. Auch am Alten Weg/Nibelungenstraße (Schönberg) ist ein Wasseraustritt bekannt. Ein Stauraumkanal soll den Abfluss in Tälchen puffern und die Wassermenge zeitlich verzögern.

Auch in der Bleiche herrscht wahrscheinlich Handlungsbedarf. Präzise Daten liegen hier noch nicht vor. Der KMB mutmaßt, dass sich an dieser Stelle ein Rückstau aus der Schwanheimer Straße und der Fremdwasserzufluss aus Schönberg treffen. Überlastet ist laut Frank Daum auch der Regenwasserkanal an der Robert-Bosch-Straße: Hier wartet man noch auf Gewissheit bezüglich des Straßenausbaus, um beide Maßnahmen in einem Aufwasch abzuwickeln.

In Schwanheim ist im Bereich Schulzengasse/Rohrheimer Straße ein Überstau festgestellt worden. Das heißt, dass der Wasserstand im Extremfall bis zur Geländeoberkante reicht und aus dem Kanalnetz austreten kann. Laut KMB wäre hier ein Regenrückhaltebecken Richtung Fehlheim sinnvoll.

Daum betont: Kein Kanalnetz wird jemals komplett frei von Fremdwasser sein. „Wir müssen Maßnahme ergreifen, mit denen man für wenig Aufwand viel erreichen kann.“ Im Meerbachtal beispielsweise könnten hydraulische Engpässe an den Anwohnerbrücken durch erhöhte Durchflusskapazitäten an der Ufermauer verringert werden.

Eine Rückversetzung der Ufermauer würde mehr Wasser durchlassen, so dass der Austritt über die Straße später erfolgte. Die vorhandene Bachmauer ist ohnehin marode. Der Einbau einer Spundwand als neue Stützmauer würde das Bachbett etwas breiter machen.

„Das beste Kanalnetz nutzt wenig ohne ein gutes Rückhaltesystem“, so Helmut Sachwitz, der Hochwasserschutz als Ergebnis vernetzter Maßnahmen sieht. Im Falle von extremen Regenfällen könne es dennoch niemals eine absolute Sicherheit geben. Das Risiko lasse sich reduzieren, aber nicht ausschließen.

„Durch die Untersuchungen im Bestand versprechen wir uns neben dem Start von eigenen Maßnahme auch eine verbesserte Beratungsmöglichkeit für die Anwohner.“


Startschuss für den neuen Bauhof im Lautertal

Erster Spatenstich: Auf dem Areal im Brandauer Klinger soll noch im laufenden Jahr das neue Hauptgebäude fertiggestellt werden

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 10.06.2017 von BA-Mitarbeiter Eric Horn

Reichenbach. Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde am Donnerstagnachmittag das Startsignal gesetzt für den Neubau des Lautertaler Bauhofes. Auf dem Areal im Brandauer Klinger in Reichenbach schwangen unter anderem KMB-Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz, Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und KMB-Geschäftsführer Frank Daum den Spaten.

In der übernächsten Woche soll es nach Angaben von Daum bautechnisch dann richtig zur Sache gehen im Lautertaler Ortsteil. Etwas mehr als eine Millionen Euro investiert der KMB (Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße) in die Maßnahme auf dem Hoheitsgebiet seines Mitglieds. Der Zweckverband hatte den Bauhof der Gemeinde Lautertal am 1. Januar 2016 übernommen.

In den ersten Monaten des vergangenen Jahres wurde die organisatorische und planerische Integration des neuen Partners inklusive der elf neuen Mitarbeiter sowie die Umsetzung des neuen Fuhrparkkonzeptes, hier investierte die KMB 332 000 Euro, „erfolgreich“ (Sachwitz) abgeschlossen. Jetzt steht nach dem Ende der Abbrucharbeiten in den nächsten Monaten die Neuerrichtung des Hauptgebäudes und der Fahrzeughalle auf dem Reichenbacher Anwesen auf dem Programm.

„Ein strammer Zeitplan“

Dieser erste Bauabschnitt soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. „Ein strammer Zeitplan, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen“, zeigte sich Sachwitz optimistisch im Hinblick auf den termingerechten Abschluss des Vorhabens.

Im anschließenden zweiten Bauabschnitt sollen dann die weiteren Gebäude wie Sanitäranlage, Streusalzsilo oder offene Fahrzeughalle errichtet werden. Die komplette Bautätigkeit auf der KMB-Außenstelle soll laut Sachwitz im ersten Halbjahr 2018 beendet sein.

In seinem Grußwort lobte der Verbandsvorsteher die „vertrauensvolle und vorbildliche Zusammenarbeit“ mit dem neuen Partner. Die bislang getroffenen Beschlüssen seien in großer Übereinstimmung erfolgt. Mit dem Neubau in Reichenbach werde die Basis für qualitätsvolle Arbeit und die Zukunftsfähigkeit des Bauhofes gelegt, von der alle Bürger im Lautertal profitieren würden, so Sachwitz weiter.

Jürgen Kaltwasser sprach ebenfalls von einer vertrauensvollen Kooperation innerhalb des KMB und verwies auf die guten Erfahrungen, die man mit dem neuen Partner „in anderer Form im Abwasserverband“ seit Mitte der 1960er Jahre gemacht habe. „Man kennt sich also eine gewisse Zeit und schätzt sich.“ Die Übergabe des Bauhofs an den Zweckverband sei aus finanziellen Erwägungen heraus geboten gewesen, erklärte der Bürgermeister. Die Integration in den Verband sei „schnell gelungen.“ Zuversichtlich äußerte sich Kaltwasser auch mit Blick auf die Einhaltung des Zeit- und Kostenplans für den Neubau.

Wenn die Baumaschinen in Kürze in Aktion treten, bedeutet dies für die Bauhof-Mitarbeiter keineswegs eine längere Auszeit. „Der Betrieb läuft ganz normal weiter“, bestätigte Karl Schmidt, der Vorarbeiter des Lautertaler Bauhofs, auf Anfrage. Zwar seien die Bedingungen etwas beengt, aber man habe sich durch die Auslagerung derzeit nicht unbedingt benötigter Gerätschaften nach Bensheim den nötigen Raum verschafft, um effizient arbeiten zu können.

Positive Auswirkungen spürbar

Die positiven Auswirkungen der Zusammenlegung hätten sich in zurückliegenden eineinhalb Jahren im praktischen Betrieb bemerkbar gemacht. Allein schon die Modernisierung des Fuhrparks erlaube „ein ganz anderes Arbeiten“ (Schmidt). Überdies könne der im Bedarfsfall mögliche Rückgriff auf personelle Ressourcen des Verbandes zu einer zeitnahen Ausführung der anfallenden Aufgaben beitragen.


Kanalsanierung von Juni – September 2017 im Verbandsgebiet des KMB

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger führt nach den gesetzlichen Vorgaben jedes Jahr Kanalsanierungen durch. Wenn der Kanal von seinem Durchmesser genug Abwasser ableiten kann, wird versucht dies in geschlossener Bauweise durchzuführen. Dies erfolgt bei Kanalhaltungen in der Regel mit einem Inlinerverfahren.

Bei diesem Verfahren wird ein in Harz getränkter Glasfaserschlauch mit Luft aufgestellt und mittels UV-Licht gehärtet. Nach der Härtung kann der Abwasserkanal am gleichen Tag seine Funktion wieder übernehmen. Dadurch ist die Belästigung der Anwohner und des Verkehrs auf ein Minimum reduziert.

Der KMB wird die Kanalsanierungen in den Monaten Juni bis September im Verbandsgebiet ausführen.

Aufgrund der hessischen Sommerferien werden in Teilbereichen Baumaßnahmen entsprechend angepasst. So ist vorgesehen in Lautertal-Beedenkirchen die Reichenbacher Straße außerhalb der Sommerferien zu sanieren. In Bensheim werden im Bereich Wormser Straße / Berliner Ring diese Arbeiten in den Sommerferien ausgeführt.

Die direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf (ca. 2 Tage) eine Information, an welchen Tagen die Maßnahme ausgeführt wird, um dann entsprechend mit dem Wasser für ca. 4-6 Stunden sparsam umzugehen.

In diesem Jahr werden nicht nur Inliner in den Dimensionen 200 bis 600 mm Durchmesser eingebaut, sondern auch Durchmesser bis 1300 mm. Dies ist auch eine logistische Herausforderung, weil entsprechend eine Wasserhaltung und das Equipment (z. B. ein Förderband) vorgehalten werden muss.

Die Anschlüsse an die Kanäle werden im Nachgang mittels Robotertechnik hergestellt.

Die ausführende Fachfirma wird von einem fachkundigen Ingenieurbüro mit zertifiziertem Kanalsanierungsberater betreut.

Sollten Sie Fragen haben, erreichen Sie den KMB unter der Telefonnummer 06251/10960.

 

Fahrbahnsanierung in der Schillerstraße am 25. Juni 2017

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) führt im Rahmen der Straßeninstandhaltung eine Baumaßnahme in der Schillerstraße durch.

Geplant ist die Sanierung der Fahrbahndecke zwischen der Otto-Beck-Straße und dem Brückweg auf einer Länge von ca. 450 m. Die Fahrbahn wird hier mit einer neuen dünnen Verschleißschicht überzogen. Die Arbeiten werden von einer Spezialbaufirma durchgeführt.

Um die Beeinträchtigung für die Anlieger und den fließenden Verkehr möglichst gering zu halten, erfolgen die Arbeiten am Sonntag, den 25. Juni 2017, im Rahmen einer eintägigen Vollsperrung.

Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis gebeten.

Tulpenbaum gepflanzt

Die Rundbank am Wegekreuz Brunnenweg/Hofweg in Richtung Kirchberg steht wieder, als Ersatz für die gefällte Linde hat der KMB mittlerweile einen Tulpenbaum gepflanzt. Die Linde musste wegen fehlender Standsicherheit umgehend gefällt werden, ein Pilzbefall hatte dem Baum so schwer zugesetzt, dass dieser nicht mehr zu retten war. Der Tulpenbaum kann nun pünktlich zum Beginn des Frühlings an seinem neuen Platz Wurzeln schlagen.


Frühjahrsputz mit 176 Saubermännern

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 13.03.2017 von BA-Mitarbeiter Thomas Zelinger


BENSHEIM. Bis zur Wochenmitte war zu befürchten, dass die fürs Wochenende angesagte Aktion „Sauberhaftes Bensheim“ mehr zur Wasserschlacht als zum Großreinemachen werden könnte. Dunkle Wolken und starker Regen bestimmten bekanntermaßen die Großwetterlage. Das hat sich geändert. Zum Wochenende öffneten Krokusse ihre Blüten weit, der Himmel war blau, die Thermometer schafften es in den zweistelligen Bereich. „Sauberhaftes Bensheim“ wurde zum großen Frühlingsputz mit 176 Helfern. Zahlreiche Bensheimer machten sich am Samstagvormittag auf denWeg, um die Gemarkung von Unrat –oft Kleinigkeiten, in Teilen aber auch sperrigem Müll – zu befreien. Zum Abschluss trafen sich viele von ihnen in der großen Halle der Freiwilligen

Feuerwehr Bensheim-Mitte, dichtan dicht saßen sie beisammen. Deftiges Essen wurde von den Einsatzkräften serviert, die richtige Stärkung nach dem Dienst an der frischen Luft. Vor den Toren standen mehrere Fahrzeuge des Bauhofs beladen mit Müllsäcken. Die Botschaft: Es ist fleißig gesammelt worden. Erster Stadtrat Helmut Sachwitz dankte den Freiwilligen fürs Engagement und zollte deren Arbeit Respekt.


Bilanz: Es hat Spaß gemacht
Es hat Spaß gemacht, so war es am Ende von vielen zu hören. Unterredungen am Rande der Aktion mit vier Gruppen aus der großen Reihe der Teilnehmer, haben das bestätigt. Eine davon ist die Segelfluggruppe Bensheim. „Wir machen das schon ziemlich lange“, war von dort zu hören. Die Bilanz des Einsatzes fiel positiv aus: „Es ist weniger Müll geworden.“ Größeres wie beispielsweise
Autoreifen hätten die Flieger, anders als in früheren Jahren, diesmal nicht entdeckt. Auch sei der Glasmüll weniger gewesen, was möglicherweise daran liegen könnte, dass Hecken niedriggeschnitten sind und so nicht mehr zur versteckten Entsorgung taugen. Stattdessen wurden viele Zigarettenschachteln aufgelesen. Größere Mengen Papiertaschentücher und Hustenbonbonpapiere könnten außerdem Zeichen der Schnupfenzeit sein. Müll sind sie aber so oder so. Ähnlich wie die Segelflieger bilanzierte die Reservistenkameradschaft Bergstraße ihren Einsatz. Auch von dort war zu hören: „Es war weniger Arbeit, weil es sauberer war.“ Berge von Müll wie in früheren Jahren musste die Truppe in Uniform diesmal nicht zusammentragen. Ob deshalb von zunehmendem Umweltbewusstsein im Allgemeinen gesprochen werden könne, ließ sie offen. Es gelte abzuwarten, ob im kommenden Jahr Gleiches zu beobachten ist – wenn ja, könne vielleicht von einem Trend die Rede sein. Flaschen, Blumentöpfe, auch Unterhosen und Turnschuhe hatte die Kameradschaft eingesammelt. Und was motivierte die Gruppe neben dem Beitrag zum Umweltschutz zur Teilnahme? Ein Stückweit ist der Einsatz für den Verein Öffentlichkeitsarbeit, eine Möglichkeit zu zeigen: „Uns gibt es.“ Anders bei der Heimatvereinigung „Oald Bensem“. Die dürfte weithin bekannt sein. Für ihn ist die Aktion jedes Jahr willkommene Gelegenheit, die Bürgerwehrruhe, die vor achtzig Jahren von Kameraden des Vereins angelegt wurde, zu pflegen. Auch von dieser Gruppe ist zu hören: „Es ist viel sauberer geworden.“ Mit eingereiht bei der Aktion hat sich wie schon in den vergangenen Jahren eine Gruppe Muslime, die zum Gemeinwohl und zur Gemeinschaft beitragen möchten. Ihr Motivation, bei der Aktion für ein sauberes Bensheim dabei zu sein formulierten sie so: „Weil das auch unsere Stadt ist.“ Sauberkeit sei zudem wichtiger Teil ihres Glaubens, auch wollten sie ein Zeichen der Integration setzen.

Tradition wird fortgesetzt

Der Umwelt- und Naturschutzgedanke, aber auch der Spaß an der Aktion und am Miteinander hat sicherlich die 18 teilnehmenden Gruppierungen zusammengeführt. Es war, da lässt sich bilanzieren, neuerlich ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt. Erster Stadtrat Sachwitz räumte am Ende ein, dass er kein Verständnis für Menschen habe, die ihren Müll wild entsorgen. Zumal eine ordentliche Entsorgung vielfach nichts oder nur wenig kosten würde. Entsprechend würdigte er all die, die den Dreck, den anderen hinterlassen, nun aufgesammelten haben und die, die im  Hintergrund geholfen haben. Zugleich kündigte der Kommunalpolitiker an: „Wir werden die Tradition fortsetzen.“ Dass das Abfallaufkommen tatsächlich weniger geworden ist, konnte der Erste Stadtrat zunächst nicht bestätigen. Schließlich sei doch einiges an sperrigem Müll gefunden worden. Jetzt gilt es abzuwarten, bis Zahlen von der Entsorgung vorliegen. Im Vorjahr wurden rund 30 Kubikmeter Müll und Unrat eingesammelt, daran ist die aktuelle Entwicklung dann zu messen


Die Bürger packen auch ohne Schirmherrn mit an

  •  Es sind 18 Vereine, Organisationen, Schulen und Familien aus Bensheim und Stadtteilen gewesen, die demAufruf der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) folgten, kollektiv Abfall aus der Botanik aufzusammeln. Drei weitere Gruppierungen waren schon oder werden noch unterwegs sein.
  •  Insgesamt 461 Frauen und Männer, Jugendliche und Kinder sind so an mehreren Tagen auf Tour, am Samstag waren 176 am Start.
  • Handschuhe und Müllsäcke gab es von der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße, begleitet von den Strahlen der Frühlingssonne machten sich die Gruppen auf den Weg. An den Hügeln der Bergstraße ebenso wie in der Ebene Richtung Ried, überall waren sie anzutreffen.
  • „Sauberhaftes Bensheim“ hat in Anlehnung an die Kampagne „Sauberhaftes Hessen“, initiiert von der Landesregierung, seinen festen Platz im Kalender. Zum 15. Mal war in diesem Jahr zum Frühjahrsputz in und vor allem rund um die Bergstraßen-Stadt aufgerufen worden, Regie führte der KMB.
  • In früheren Jahren hatte zudem das Hessische Umweltministerium die Schirmherrschaft, das aber ist Vergangenheit. Da die Aktion in Bensheim seit jeher großen Zuspruch gefunden hat, lädt der Bauhofservice des KMB weiterhin ein. Kein Problem für Bensheimer, schließlich lässt sich auch ohne Schirmherrschaft gut anpacken.
  • Die Teilnehmerliste der Stadt für ihre Aktion “Sauberhaftes Bensheim” weist folgende Akteure aus: Tauchsportfreunde Bensheim, Segelfluggruppe Bensheim, Angelverein Bensheim, Priviligierte Schützengesellschaft Auerbach, Naturschutzbund Ortsgruppe Bensheim/Zwingenberg, Heimatvereinigung Oald Bensem, Verschönerungsverein Schönberg, Jugendfeuerwehr Auerbach, Obst- und Gartenbauverein Bensheim, Reservistenkameradschaft Bergstraße, Ahmadiyya Muslim Jammaat-Gemeinde Bensheim, Verein für Briefmarkenkunde Bensheim, Reitergemeinschaft Bensheim, Verein Auerbacher Kerb, Odenwaldklub Auerbach, Landpflege der Diakonie, BUND Bensheim, Bauhofservice Bensheim.
  • Ihre Beitrag zu “Sauerhaftes Bensheim” bereits geleistet hat die Grundschule der Schillerschule Auerbach, im April werden dann auch die Freiwillige Feuerwehr Zell und die Modellfliegergrupe Bensheim zum Großreinemachen ausschwärmen.
  • Die Helferinnen und Helfer bei “Sauberhaftes Bensheim” am jüngsten Samstag wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim-Mitte bekocht.

 

DWA überreicht Qualitätssiegel für einwandfreies Management

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße ist am 6.2.2017 von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) mit dem Qualitätssiegel Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in der Sparte Abwasser ausgezeichnet worden. Die Bestätigung wurde Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Geschäftsführer Frank Daum sowie den Technischen Führungskräften Dipl.-Ing. Lars Stuckert und Daniel Zimmermann bei der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße von Frau Dipl.-Ing. Vera Heckeroth, Geschäftsführerin des DWA-Landesverbands, im Rahmen einer feierlichen Übergabe am 6.2.2017 in der Geschäftsstelle des Unternehmens überreicht.

Die TSM-Bestätigung bescheinigt dem Verband die sichere, wirtschaftliche, nachhaltige und umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Dazu musste sich das Unternehmen im September 2016 einer zweitägigen, freiwilligen Überprüfung durch ein DWA-Expertenteam stellen. Geprüft wurden die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die organisatorischen Strukturen des Unternehmens. Die DWA-Experten kontrollierten zudem den technischen Zustand der Anlagen, das Störungsmanagement und die Beachtung der Sicherheitsbestimmungen. Dazu mussten rund 300 Fragen zur Organisation der technischen und betrieblichen Abläufe, zur technischen Ausstattung, zu den Qualifikationen des technischen Personals und sowie zu Planung, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen beantwortet werden. Außerdem fand eine Begehung der Anlage statt.

Grundlage für die Überprüfung des technischen Sicherheitsmanagements ist das Arbeitsblatt DWA-M 1000Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation von Betreibern von Abwasseranlagen. Der KMB stellte sich dieser Überprüfung bereits zum 3. Mal.

Bundesweit konnte die DWA bisher rund 100 Unternehmen mit dem Logo TSM-bestätigt in der Sparte Abwasser auszeichnen. Hessenweit sind es 5 Abwasserbetriebe, die TSM ausgezeichnet sind. Die DWA vergibt TSM-Bestätigungen seit 2002. Weitere Informationen zur TSM-Bestätigung: www.dwa.de/tsm.

 

Kanaluntersuchungen in Bensheim-Schwanheim

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) als Abwasserbeseitigungspflichtiger im Verbandsgebiet überprüft turnusmäßig die Kanäle.

In der Straße „Am Junkergarten“ in Bensheim-Schwanheim ist dies nur unter einer Vollsperrung möglich. Mit der Straßenverkehrsbehörde wurde daher festgelegt, die Arbeiten nachts ausführen zu lassen.

Diese Überprüfungen sollen vom 8. auf den 09. Februar 2017 und vom 09. auf den 10. Februar 2017 stattfinden.

Der KMB bittet um Verständnis, dass nachts ein Klappern eines Kanaldeckels zu hören sein kann oder blinkende Leuchten der Untersuchungsfahrzeuge wahrzunehmen sind. Der KMB sowie das beauftragte Unternehmen werden bemüht sein, die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten.

KMB-Mängelmelder mit bundesweit schnellster Lösungszeit

Schlagloch, wilde Müllablagerungen, kaputte Straßenlaterne, zugeparkte Gehwege oder ein defektes Spielgerät auf dem Spielplatz – wenn man solche Mängel zufällig entdeckt, möchte man sie am liebsten gleich der richtigen Stelle zur Kenntnis bringen. Seit einigen Jahren ist das für die Bürgerinnen und Bürger im Verbandsgebiet des KMB Bensheim mit Hilfe des Mängelmelders möglich.

Ein Serviceangebot, das sich konstant hoher Beliebtheit erfreut und in aller Regel auch eine schnelle Bearbeitung und Lösung des gemeldeten Problems gewährleistet.

Wie die Jahresauswertung für das vergangene Jahr zeigt, benötigte der KMB für die Bearbeitung der über die App eingehenden einzelnen Meldungen durchschnittlich 1,1 Tage zur Freigabe der Meldungen. Weitere 0,2 Tage dauerte dann die Überprüfung der Zuständigkeit und in durchschnittlich 7,9 Tagen war das Anliegen gelöst. Damit konnte im Vergleich zum Vorjahr nicht nur die Lösungszeit um fast fünf Tage gesenkt werden, der KMB nimmt damit im bundesweiten Vergleich der Anbieter eines solchen Service den Spitzenplatz für die schnellste Erledigung der gemeldeten Probleme ein.

Die gemeldeten Mängel – im vergangenen Jahr waren es insgesamt 190 Meldungen – kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Den größten Anteil gibt es in den Bereichen „Sonstiges“, „Straßenschäden“ und „illegaler Müll“, die zusammen 66 Prozent der Meldungen ausmachen. Unter die Kategorie „Sonstiges“ fallen beispielsweise defekte Ampelanlagen, Meldungen zum Kanal- und Abwassersystem oder widerrechtlich abgestellte Schrottfahrzeuge. Um Straßenschilder geht es in zehn Prozent der Fälle, der Bereich Grünflächen macht neun Prozent aus und zwischen sechs und vier Prozent liegen die Bereiche Beleuchtung, Radwege und die Kategorie Anregungen und Lob.

Von den 190 Meldungen wurden 184 gelöst, fünf waren zum Jahresende noch in Bearbeitung und eine Meldung musste noch freigegeben werden.

80 Prozent der Meldungen erfolgte über die Apps von mobilen Endgeräten. Gegenüber dem Vorjahr war das nochmals eine Steigerung um elf Prozent. Nur jede fünfte Meldung (20 Prozent) wurde über die Website des KMB eingegeben.

Der Vorteil des Mängelmelders liegt in der direkten Umsetzung dank moderner Kommunikationstechnik. Besitzer eines Smartphones, laden sich die Mängelmelder-App herunter und können dann mit Hilfe dieses kleinen Programms auf ihrem Smartphone den jeweiligen Mangel fotografieren und mit kurzer Erläuterung verschicken. Automatisch werden die GPS-Daten mitgeliefert, so dass die Problemstelle genau geortet werden kann.

Für das laufende Jahr dürfte wohl mit einer Rekordbeteiligung zu rechnen sein. Bis zum 30. Oktober lagen bereits 250 Meldungen vor. Die letzte betraf illegaler Müll an der Aussichtsbank oberhalb des Röderwegs in Bensheim und war in Bearbeitung.

Künftig einheitliche Rufnummer beim KMB für alle Dienstbereiche

Interkommunale Zusammenarbeit hat beim Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße lange Tradition. Vor über 50 Jahren schlossen sich die Stadt Bensheim und die damals noch selbständigen Gemeinden des Lautertals zu einem gemeinsamen Abwasserverband zusammen, dem sich knapp 30 Jahre später auch die Gemeinde Einhausen anschloss.

Daraus ist längst ein von den Verbandsgemeinden geschätztes Dienstleistungsunternehmen geworden, das auch Aufgaben des Straßen- und Ingenieurbaus übernimmt. 2011 wurde außerdem der Eigenbetrieb Bauhofservice der Stadt Bensheim erfolgreich in den Verband integriert und Anfang des Jahres 2016 kam der Lautertaler Bauhof dazu.

Dieser Zusammenschluss unter einem Dach soll jetzt auch für die Kommunikation erfolgen. Denn bisher sind die beiden kommunalen Bauhöfe noch unter ihrer eigenen ursprünglichen Telefonnummer erreichbar. Das entspricht nicht dem Servicegedanken des Zweckverbandes, dessen verschiedene Dienstleistungsbereiche unter einer einheitlichen Telefonnummer erreichbar sein sollen und zentral koordiniert werden.

So konnten Kunden, die beim KMB anriefen und ein Anliegen für den jeweiligen Bauhof hatten, bisher nicht direkt verbunden werden und mussten erneut die jeweilige Rufnummer wählen.

Das soll bald der Vergangenheit angehören, denn die Telefonanlage des Zweckverbandes wird umgestellt. Um die dadurch bedingten Beeinträchtigungen in der Kommunikation so gering wie möglich zu halten, erfolgen die Umstellungsarbeiten am Wochenende in der Zeit von Freitag, den 23. September, ab 13 Uhr bis Montag, den 26. September, 6 Uhr. In dieser Zeit ist der Verband telefonisch nicht erreichbar. Für dringende Notfälle steht die Notruf-Mobilnummer 0160 90263119 zur Verfügung.

Nach der Umstellung ist die Zentrale der KMB-Geschäftsstelle wie bisher unter der Rufnummer 06251/1096-0 erreichbar. Diese Nummer gilt dann auch für den 24-Stunden-Notruf.

Die Zentrale des Bauhofservice kann ab 26. September unter der Rufnummer 06251/1096-70 erreicht werden.

Neu geordnet und den jeweiligen Fachbereichen zugeordnet wurden in diesem Zusammenhang auch die Durchwahlnummern der Mitarbeiter sowie die Fax-Nummern. Im Einzelnen sind sie im Internet auf der Homepage des Verbandes www.kmb-bensheim.de hinterlegt.