Bensheim

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Routinemäßige Überprüfung auf den Friedhöfen der Stadt Bensheim – Grabmale müssen standsicher sein

Ab dem 13. September wird der KMB auf den neun städtischen Friedhöfen die Standfestigkeit der Grabmäler prüfen lassen, denn die schweren Grabsteine bergen eine nicht zu unterschätzende Unfallgefahr: Äußere Einflüsse wie Hitze, Frost, Regen oder eindringende Wurzeln können dazu führen, dass sich Grabsteine lockern, umstürzen und im schlimmsten Fall auch Menschen verletzen. Um dieses Gefahrenpotenzial so weit wie möglich auszuschließen, ist die Stadt Bensheim gesetzlich verpflichtet, mindestens einmal im Jahr die Standfestigkeit der Grabmale auf den städtischen Friedhöfen zu überprüfen.

Die Überprüfung führt eine vom KMB beauftragte Fachfirma durch, die mit einem speziell hierfür entwickelten Gerät und nach einem festgelegten Verfahren arbeitet. Auf den Friedhöfen der Stadt Bensheim gelten für dieses Verfahren die Richtlinien des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks. Falsch ist übrigens die Annahme, dass die Standfestigkeit durch Hin- und Herrütteln vorgenommen wird und dadurch die Grabsteine losgerissen werden.

Grabmale, die den Vorschriften nicht entsprechen, werden mit einem entsprechenden Warnaufkleber versehen. Ist gar von einer Gefahr für Leib und Leben der Friedhofsbesucher auszugehen, wird das Grabmal vorläufig gesichert oder umgelegt. Die Nutzungsberechtigten erhalten dann eine schriftliche Aufforderung, die Standsicherheit des Grabmals durch eine Fachfirma ordnungsgemäß wieder herstellen zu lassen. In diesem Zusammenhang ist auch wichtig zu wissen, dass Nutzungsberechtigte für Schäden, die durch umfallende Grabsteine an Personen oder Sachen entstehen, haftbar sind.

Das Umweltmobil kommt nach Bensheim: Sondermüll richtig entsorgen

Am Donnerstag, 26.08., macht das Umweltmobil des ZAKB Station in Bensheim. Privatpersonen und Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, ihre Sonderabfälle kostenfrei zu entsorgen. Diese dürfen nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

Termine und Standorte des Umweltmobils:

  • 13:30 – 14:00 Uhr       Gronau, Hinter dem alten Rathaus, Am Römer 2
  • 14:30 – 15:00 Uhr       Zell, Freizeitanlage Hambacher Weg
  • 15:30 – 17:15 Uhr       Bensheim-Süd, Parkplatz Friedhofstr. / Röderweg
  • 17:45 – 18:15 Uhr       Schönberg / Wilmshausen, Dorfgemeinschaftshaus, Nibelungenstr. 308

Folgende Sonderabfälle nimmt das Umweltmobil an:

Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sowie Altmedikamente gehören nicht zu den sogenannten „gefährlichen Abfällen“. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass sich die Farben in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o. Ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Am Umweltmobil gelten die allgemein üblichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Mund-Nasen-Bedeckung und 1,5 Meter Abstand halten.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen gibt der Bauhofservice des KMB (Telefon 06251/10 96-70) gerne Auskunft.

Bensheim-Gronau: Grundhafte Erneuerung der Märkerwaldstraße startet in die letzte Phase des dritten Bauabschnitts – Erneuerung der Pitzweg-Brücke

Im Zuge der grundhaften Erneuerung der K58 / Märkerwaldstraße wird der KMB ab dem 15.07.2021 mit den Maßnahmen zur Erneuerung der Pitzweg-Brücke starten. Es handelt sich hierbei um den letzten Teil des dritten Bauabschnitts. Die geplante Bauzeit liegt bei sechs Monaten. In diesem Zeitraum wird es drei aufeinanderfolgende Verkehrszustände und unterschiedliche Verkehrsführungen geben. Dabei wird der KMB die Zuwegung für Anwohner zu Ihren Grundstücken grundsätzlich gewährleisten. Stundenweise kann es allerdings zu Vollsperrungen kommen, die ein Befahren der Grundstücke nicht ermöglichen. Der KMB hat den betroffenen Anwohnern in der Märkerwaldstraße, im Pitzweg und im Oberdorf im Vorfeld nähere Informationen hierzu zukommen lassen.

Zunächst wird die Märkerwaldstraße auf Höhe der Hausnummer 125 voll gesperrt. Anschließend muss der Pitzweg im Einmündungsbereich von der Märkerwaldstraße kommend gesperrt werden. Fußläufig wird es in dieser Phase keine Verbindung zwischen Märkerwaldstraße und Pitzweg geben. Im dritten Verkehrszustand muss die Märkerwaldstraße erneut auf Höhe der Hausnummer 125 gesperrt werden. Die jeweiligen Umleitungen werden vor Ort ausgeschildert sein. Bei halbseitigen Sperrungen erfolgt die Verkehrsführung mit Hilfe einer Lichtsignalanlage.

Die Buslinie 675 wird aufgrund der Vollsperrung über die Hambacher Straße fahren –mit einer Endhaltestelle an der Märkerwaldschule. Die Haltestellen “Am Römer” werden vor die Einmündung Hambacher Straße verlegt. Während der gesamten Bauzeit wird die Haltestelle „Am Mühlkandel“ nicht angefahren.

Der Naherholungsverkehr wird gebeten, das Gronauer Tal in dieser Zeit zu meiden.

Für die während dieser Zeit entstehenden, unvermeidbaren Beeinträchtigungen bitten wir im Voraus um Verständnis. Bei Rückfragen steht Frau Schöne vom KMB (Tel. 06251/1096-65) gerne zur Verfügung.

Das Umweltmobil kommt nach Bensheim: Sondermüll richtig entsorgen

Am Mittwoch, 23.06., macht das Umweltmobil des ZAKB Station in Bensheim. Privatpersonen und Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, ihre Sonderabfälle kostenfrei zu entsorgen. Diese dürfen nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

Termine und Standorte des Umweltmobils:

  • 13:00 – 14:30 Uhr: Parkplatz Baßmannweg, neben Firma Thermoplastik, Konrad-Adenauer-Straße
  • 15:00 – 16:00 Uhr: Auerbach, Wendeplatz am Storchennest / Tierklinik, Saarstraße 117
  • 16:30 – 17:30 Uhr: Fehlheim, ehem. Schule / Verw. Stelle, Schulstraße 1

Folgende Sonderabfälle nimmt das Umweltmobil an:

Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sowie Altmedikamente gehören nicht zu den sogenannten „gefährlichen Abfällen“. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass sich die Farben in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o. Ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Am Umweltmobil gelten die allgemein üblichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Mund-Nasen-Bedeckung und 1,5 Meter Abstand halten.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen gibt der Bauhofservice des KMB (Telefon 06251/10 96-70) gerne Auskunft.

Das Umweltmobil kommt nach Lautertal: Sondermüll richtig entsorgen

Am Donnerstag, 17.06., macht das Umweltmobil des ZAKB Station in der Gemeinde Lautertal. Privatpersonen und Gewerbebetriebe haben dann die Möglichkeit, ihre Sonderabfälle kostenfrei zu entsorgen. Diese dürfen nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden.

Termine und Standorte des Umweltmobils:

14:00 – 14:30 Uhr: Lautern, Bushaltestelle „Kreuzweg“, östl. Ortsausgang Richtung Gadernheim, Hauptstr. 58

14:45 – 15:45 Uhr: Gadernheim, Bushaltestelle an der Raidelbacher Str. neben Sportplatz, Raidelbacher Str. 31-33

16:00 – 16:30 Uhr: Schannenbach, Dorfgemeinschaftshaus, Krehbergstr. 503

Folgende Sonderabfälle nimmt das Umweltmobil an:

Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

Die Gebindegröße darf 20 kg bzw. 20 l nicht überschreiten. Die maximale Anliefermenge beträgt 100 kg bzw. 100 l.

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sowie Altmedikamente gehören nicht zu den sogenannten „gefährlichen Abfällen“. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass sich die Farben in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o. Ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Am Umweltmobil gelten die allgemein üblichen Corona-Schutzmaßnahmen wie Mund-Nasen-Bedeckung und 1,5 Meter Abstand halten.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen gibt der Bauhofservice des KMB (Telefon 06251/10 96-70) gerne Auskunft.

Bensheim: Vollsperrung im dritten Bauabschnitt „An der Hartbrücke“ am Wochenende 23.04. bis 25.04. für den Einbau des Asphalts – Schließung des Wertstoffhofes

Aktuell laufen die abschließenden Straßenbauarbeiten des KMB zur Erneuerung der Fahrbahn „An der Hartbrücke“ im dritten und letzten Bauabschnitt zwischen Weidenring und Neuwiesenfeld: In der Zeit von Freitag, den 23.04. um 13:00 Uhr, bis einschließlich Sonntag, den 25.04., wird der vorhandene Asphalt im Fahrbahnbereich abgebrochen und durch eine neue Asphaltdecke ersetzt. Die Arbeiten finden unter Vollsperrung statt. Das bedeutet, dass in dieser Zeit weder die Zufahrt noch die Ausfahrt aus dem Gewerbegebiet „hinter“ der Vollsperrung über die Straße „An der Hartbrücke“ möglich sein wird. Der Wertstoffhof des ZAKB im Neuwiesenfeld wird aus diesem Grund am 23.04. ab 12:30 Uhr sowie am 24.04. geschlossen sein.

Für die Rettungsdienste und dringende Anlieferungen wird es eine Notzufahrt in das Gewerbegebiet über den Feldweg zwischen dem ADAC-Verkehrsübungsplatz und der Westspange (Soldatenfriedhof) geben. Dieser ca. 600 m lange Feldweg ist ca. drei Meter m breit und nur in Schotterbauweise ausgebaut. Er stellt somit nur eine provisorische Zufahrt dar und eignet sich auch nicht für eine in beide Richtungen befahrbare Umleitungsstrecke.

In Absprache mit der Baufirma und der Straßenverkehrsbehörde Bensheim hat der KMB bewusst ein Zeitfenster am Wochenende für die Asphaltarbeiten gewählt, um den Lieferverkehr der ansässigen Unternehmen unter der Woche so wenig wie möglich beeinträchtigen zu müssen.

Bei Rückfragen steht Herr Fischer vom KMB unter 06251/1096-62 jederzeit gerne zur Verfügung.

Ab morgen freie Fahrt in der Schwanheimer Straße in Bensheim

Der KMB wird die Straßenbauarbeiten in der Schwanheimer Straße im Bereich zwischen Mini-Kreisel und Leica-Kreisel morgen im Laufe des Tages abschließen. Der dritte und letzte Bauabschnitt ist somit fertiggestellt, so dass die Straße wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben werden kann.

In den zurückliegenden Wochen erfolgte unter anderem der Einbau der neuen Asphaltdecke im dritten Bauabschnitt. Am morgigen Freitag werden dann die Markierungsarbeiten für Fahrbahn und Radwege abgeschlossen. Noch erforderliche Restarbeiten werden unter kleinräumigen Absperrungen unter laufendem Verkehr erfolgen.

Ziel der Straßenbau-Maßnahmen war es, die Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Die beiden Radstreifen, die bislang hinter der Autobahnbrücke endeten, werden nun auf einer Länge von ca. 700 Metern fortgeführt. Die Fahrbahndecke und die Entwässerungsrinnen wurden über die gesamte Länge der Schwanheimer Straße erneuert. Darüber hinaus werden die beiden Bushaltestellen „An der Hartbrücke“ barrierefrei ausgebaut.

Schmutzwasser-Entsorgung im Gully ist kein Kavaliersdelikt – Sogenannte „Fehleinleitungen“ belasten Kanäle und Gewässer

Anlässlich des heutigen Weltwassertages macht der KMB auf die unterschiedlichen Entwässerungssysteme und ihre Bedeutung für unsere Umwelt aufmerksam. Denn leider kommt es immer wieder vor, dass Anwohner verunreinigtes Wasser über den Straßenablauf („Gully“) vor ihren Grundstücken entsorgen.  Doch schmutziges Putzwasser, Farbreste oder Chemikalien dürfen keinesfalls in den Gully geschüttet werden – das kann zu erheblichen Umweltbelastungen führen: Viele Straßenabläufe im Verbandsgebiet sind an die Regenwasserkanalisation angeschlossen und leiten das Wasser ungefiltert direkt in Flüsse oder Bäche wie die Lauter / Winkelbach, die Meerbach, die Ziegelbach oder die Weschnitz. Wer aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit sein Wischwasser oder andere chemische Substanzen über den Straßengully entsorgt, verschmutzt also ganz unmittelbar die natürlichen Gewässer und bringt sie aus dem ökologischen Gleichgewicht. Und das kann teuer werden: Fehlerhafte Einleitungen wie diese entsprechen nicht der Entwässerungssatzung und werden mit einer Ordnungswidrigkeit von bis zu 10.000 Euro geahndet. Schmutziges Putzwasser entsorgt man also besser über seine Abflüsse im Haus, die über den Schmutzwasserkanal an die Kläranlage angeschlossen sind.

Teure Beseitigung von Kanal-Ablagerungen

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn flüssige Abfälle (z. B. Beton- oder Mörtelreste) in den Regenwasserkanal gelangen und bei trockenem Wetter nicht weitergeleitet werden. Das führt zu Ablagerungen, die sich mit der Zeit so stark ansammeln, dass die Kanäle verstopfen.  Um sie zu beseitigen, muss sie der KMB mit aufwändiger Robotertechnik herausfräsen. Das Entfernen solcher Ablagerungen ist mit hohen Kosten verbunden – umso ärgerlicher für die Bürger, wenn sich diese Kosten dann zwangsläufig auch in den Abwassergebühren niederschlagen.

Trennsystem: ökologischer und kosteneffizienter

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) ist für die Beseitigung des Abwassers in Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal verantwortlich und betreibt dafür ein Kanalnetz von rund 450 km. Davon bilden ca. 90 km die Regenwasserkanäle, die ausschließlich das Niederschlagswasser befördern. Das Schmutzwasser wird in einem getrennten abgeschlossenen System zu einer der Kläranlagen geleitet. Die unabhängige Entwässerung von Regenwasser und Schmutzwasser bezeichnet man daher als Trennsystem und ist im Vergleich zum Mischsystem ökologischer und kosteneffizienter. Das Wasserhaushaltsgesetz schreibt vor, dass Niederschlagswasser ortsnah versickert, verrieselt oder direkt oder über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutzwasser in ein Gewässer eingeleitet werden soll.

Neues Infomaterial

Eine neue Broschüre des KMB informiert ausführlich über die unterschiedlichen Ableitungssysteme. Die digitale Version ist im Service-Bereich unter www.kmb-bensheim.de abrufbar. Dem aktualisierten Abwassersystemplan können die Bürger entnehmen, welches Entwässerungsystem vor ihrem Grundstück zum tragen kommt: www.kmb-bensheim.de/flyer/abwassersystemplan.

KMB startet mit der Kanalsanierung im Verbandsgebiet

Abwasserkanäle müssen standsicher, betriebssicher und dicht sein. Der KMB ist in Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal für die Abwasserentsorgung zuständig und führt nach gesetzlichen Vorgaben jedes Jahr Kanalsanierungen in den Mitgliedskommunen durch. Diese umfassen sowohl Renovierungs- als auch Reparaturarbeiten.

Wenn der Abwasserkanal von seinem Durchmesser her genug Abwasser ableiten kann, versucht der KMB die Kanalsanierung in geschlossener Bauweise durchzuführen. Im Unterschied zur offenen Bauweise müssen bei geschlossenen Maßnahmen keine Straßen- oder Gehwege aufgebrochen werden. Bei der Renovierung von Abwasserkanälen kommt in der Regel das sogenannte Inlinerverfahren zum Einsatz: Bei diesem Verfahren wird ein in Harz getränkter Glasfaserschlauch im Abwasserkanal mit Luft aufgestellt und mittels UV-Licht ausgehärtet. Nach der Aushärtung kann der Abwasserkanal noch am gleichen Tag wieder in Betrieb genommen werden. Mit Hilfe des Inlinerverfahrens können die Einschränkungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer somit sehr gering gehalten werden.

Die Vorarbeiten für die Kanalsanierungen laufen ab der 11. KW, beginnend in Biblis. Danach erfolgen die Vorarbeiten in Groß-Rohrheim, Einhausen, Bensheim und Lautertal. Insgesamt dauern die Sanierungsmaßnahmen bis Mitte Dezember 2021. Einen Überblick über die für dieses Jahr geplanten KMB-Maßnahmen im Bereich der Abwasserentsorgung sind auf der KMB-Website in der Rubrik „Abwasser“ zu finden.

Die von der Kanalsanierung direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf (ca. 2-3 Tage) ein Informationsschreiben, an welchen Tagen die Maßnahme ausgeführt wird, um dann am entsprechenden Termin sparsam mit dem Wasser umzugehen. Die Anschlüsse an die Kanäle werden im Nachgang mittels Robotertechnik hergestellt. Die ausführende Fachfirma wird von einem zertifizierten Kanalsanierungsberater des KMB betreut.

Für die während dieser Zeit entstehenden, unvermeidbaren Beeinträchtigungen bitten wir im Voraus um Verständnis. Bei Rückfragen oder Anregungen stehen Herr Wondrak (Tel. 06251/1096-33) und Herr Schultheis vom KMB (Tel. 06251/1096-39) gerne zur Verfügung.

KMB: Erster Ansprechpartner bei Kanal-Verstopfungen im Verbandsgebiet – Fachfirmen erst nach Absprache mit dem KMB einschalten

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) ist für die Abwasserentsorgung in Bensheim, Biblis, Einhausen, Groß-Rohrheim und Lautertal verantwortlich und registrierte in den letzten Monaten vermehrt Meldungen von Bürger:innen, die Kanalverstopfungen im privaten Bereich betreffen. Leider nehmen die Betroffenen häufig erst zum KMB Kontakt auf, nachdem sie bereits eine Fachfirma auf eigene Initiative beauftragt haben. Das führt dann nicht selten zu Diskussionen rund um die Kostenübernahme und kann vermieden werden, wenn der KMB als erster Ansprechpartner kontaktiert wird und die Ursache des Schadens bestimmen kann. Zunächst wird geprüft, ob im Hauptkanal ein Schaden vorliegt. Dieser Service ist für die Bürger kostenfrei.

In den oben genannten Verbandskommunen ist der KMB nach der jeweiligen kommunalen Entwässerungssatzung im öffentlichen Bereich bis zur Grundstücksgrenze für die Kanalisation verantwortlich. Die Leitung vom öffentlichen Straßenkanal bis zur Grundstücksgrenze oder bis zum ersten Reinigungsschacht im Grundstück wird als Anschlusskanal bezeichnet.

Bei einer Verstopfung des Anschlusskanals kann der KMB mit ausgewählten Fachfirmen über eine entsprechende Kanalinspektion und Ortung den Schaden feststellen. Zertifizierte Kanalsanierungsberater des KMB betreuen die Fachfirmen und erarbeiten eine technisch saubere Lösung. Manchmal ist dies sogar in geschlossener Bauweise möglich, so dass ein Aufgraben vermieden werden kann. Wird die Ursache des Schadens im öffentlichen Bereich lokalisiert und ist eine Sanierung in geschlossener Bauweise nicht möglich, wird er von einem Tiefbauunternehmen durch den KMB behoben.

Der KMB unterhält pro Grundstück einen Hausanschluss im Mischwassersystem und zwei Hausanschlüsse im Trennsystem (einen für Schmutzwasser und einen für Regenwasser). Die Kosten für jeden weiteren Anschluss trägt der Eigentümer.

Fällt die Kanalverstopfung in den Verantwortungsbereich des Hauseigentümers, sollte die beauftragte Rohrreinigungsfirma das Beseitigen des Schadens aufzeichnen und auf einem Datenträger (z.B. USB-Stick oder DVD) sichern, damit der KMB diesen bei Bedarf sichten und auswerten kann.

Notruf bei Abwasser-Fragen

Der KMB ist rund um die Uhr 7 Tage die Woche unter folgenden Notrufnummern erreichbar:

Bensheim, Einhausen, Lautertal: 06251 / 10960

Biblis, Groß-Rohrheim: 0172 / 6240244