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KMB - Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstrasse
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Kommen Sie mit auf eine Reise durch das Klärwerk der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße!

Sie entscheiden, an welchem Punkt die Reise beginnen soll:
Suchen Sie auf dem Plan eine besonders interessante Stelle und fahren Sie mit der Maus darüber.

Für Unentschlossene und Gründliche empfehlen wir natürlich am Abwasserzulauf (1) zu beginnen …

Der Weg des Abwassers
Der Weg des Schlamms
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Reise durch die Gruppenkläranlage in Bensheim
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Abwasserzulauf

Abwasserzulauf

Hier wird das gesamte Abwasser aus dem Verbandsgebiet (Ausnahme: Einhausen) in die Gruppenkläranlage eingeleitet. Durchschnittlich sind das pro Tag 12.000m³ bei Trockenwetter.

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Regenüberlaufbecken

Regenüberlaufbecken

Bei Regenwetter, wenn mehr als 500l/s zufließen, wird ein Teil des Wassers in 2 Regenbecken gestaut, bis sich der Zulauf wieder normalisiert hat.

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Rechenwerk

Rechenwerk

Das Rechenwerk hat die Funktion eines Siebes. Die großen Festteile des Abwassers werden hier aus dem Abwasser „gerecht” und entfernt.

Das anfallende Rechengut wird mit einer Presse entwässert und dann entsorgt.

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Sandfang/Fettfang

Sandfang/Fettfang

Sandfang/Fettfang

Im Sandfang werden Feinsande durch Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit auf 0,3m/sec am Boden des Beckens abgesetzt.

> In den angrenzenden Fettkammern werden organische Stoffe zurückgehalten.

> Der Sand wird mit Mammutpumpen dem Sandklassierer zugeführt.

> Das Fett wird der Kompostierung zugeführt.

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Pufferbecken

Pufferbecken

Um das Volumen des Belebungsbeckens zu beschränken, werden bei hohen Stickstofffrachten die Spitzen in dieses Pufferbecken geleitet und später dem biologischen Reinigungsprozess zugeführt.

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Vorklärung

Vorklärung

Die Vorklärung stellt die letzte Stufe der mechanischen Reinigung dar.

Hier wird das Wasser von absetzbaren Stoffen befreit. Das Wasser fließt hier noch langsamer als im Sandfang (mit ca. 20m/h), so daß sich nach etwa einer Stunde auch feine Partikel absetzen können. Die sedimentierten Stoffe werden als Primärschlamm bezeichnet.

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Bio-P-Becken

Bio-P-Becken

Bio-P-Becken

Im Bio-P-Becken werden mittels biologischer Phosphorelimination Phosphate aus dem Wasser entfernt. Früher kam Phosphor vor allem durch Waschmittel ins Abwasser bevor der Phosphatanteil gesetzlich eingeschränkt wurde.

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Belebungsbecken Nitrifikation / Denitrifikation

Belebungsbecken Nitrifikation / Denitrifikation

Belebungsbecken Nitrifikation / Denitrifikation

Hier werden in 3 parallel arbeitenden Beckengruppen die Kohlenstoff- und Stickstoffverbindungen im Wasser reduziert. Der Stickstoff liegt größtenteils als Ammonium (NH4) vor.

In 2 Stufen wird hier Ammonium zuerst von „Nitrosomonas”-Bakterien in Nitrit umgewandelt und anschließend von „Nitrobacter”-Bakterien in Nitrat. Diesen Vorgang nennt man Nitrifikation. Für ihre Arbeit brauchen die Bakterien viel Sauerstoff, der mit Luftverdichtern in die Becken eingeblasen wird. Nun befindet sich aber immer noch Nitrat im Abwasser.

Im nächsten Schritt zur Entfernung des Nitrats wird das Wasser nicht mehr belüftet, ein sauerstoffarmes Klima entsteht und die Bakterien atmen den Sauerstoff, der im Nitrat (NO3) gebunden ist. Dadurch entweicht der Stickstoff (N2) in die Atmosphäre.

Gleichzeitig wird bei diesem Prozess Kohlenstoff (GSB) abgebaut.

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Nachklärung

Nachklärung

Nachklärung

In den 3 runden Nachklärbecken bleibt das Abwasser solange, bis sich der Belebtschlamm abgesetzt hat. Belebtschlamm ist Schlamm, in dem sich auch noch an der Reinigung beteiligte Bakterien finden, der also „belebt” ist.

In der Regel dauert das Absetzen des Schlamms ca. 3 Stunden. Rundräumer fördern den Schlamm zur Mitte des Beckens, von wo er in den Schlammkreislauf zurückgefördert wird.

Bevor das gereinigte Wasser jetzt in den Mühl- und Mittelgraben abgegeben wird, werden kontinuierlich Proben entnommen und die Daten in der zentralen EDV gespeichert.

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Primärschlammpumpwerk

PrimärschlammpumpwerkVon hier aus wird der Primärschlamm aus der Vorklärung mit Schlammpumpen in den Faulbehälter gefördert.

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Faultürme

Faultürme

Faultürme

Im den Faultürmen fault der von den Pumpen angelieferte Rohschlamm bei einer Betriebstemperatur von 35°C in 20-30 Tagen bis er stabilisiert und „ausgefault” ist.

Der Schlamm in den eiförmigen Faultürmen wird kontinuierlich umgewälzt, um eine optimale Temperaturverteilung zu gewährleisten und um eine Sedimentation zu vermeiden. Der Faulprozeß ist ein biologischer Vorgang, in dem verschiedene Bakterienstämme zusammenwirken. Über verschiedene Zwischenverfallsstoffe entsteht hier letztlich Methangas, das in den Gasbehälter geleitet wird.

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Gasbehälter

Gasbehälter

Gasbehälter

Hier wird das in den Faultürmen entstandene Methangas zwischengelagert, bis es im Blockheizkraftwerk verbraucht wird.

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Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk

Das beim Faulprozeß entstandene und im Gasbehälter zwischengelagerte Methangas wird im Blockheizkraftwerk verstromt. Das BHKW besteht aus 3 Gasmotoren, die jeweils einen Generator (55kW elektrisch) betreiben.

Die entstehende Abwärme wird zur Aufbereitung des Faulbehälterinhalts auf 35°C genutzt.
Die erzeugte Strommenge beträgt 1,0 Mio kw/h pro Jahr.

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Nacheindicker/ Filtratwasserspeicher 

Nacheindicker/ Filtratwasserspeicher

Nacheindicker/ Filtratwasserspeicher

Sie dienen als Vorlage für die Schlammentwässerung bzw. als Zwischenpuffer für das Filtrat.

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Schlammentwässerung

Schlammentwässerung

Schlammentwässerung

Der noch flüssige Schlamm aus den Faultürmen wird hier in einer Kammerfilterpresse mit Hilfe von Flockungsmitteln soweit entwässert, daß der Feststoffgehalt ungefähr 30% beträgt. Die Konsistenz ist dann mit feuchter Erde vergleichbar. So wird der Schlamm in Container gefördert und zur Verwertung täglich abgeholt.

Die Jahresmenge entwässerter Schlamm liegt bei 5.000 Tonnen.

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Überschuss- Schlammeindickung / Werkstatt

Überschuss-Schlammeindickung

Hier wird dem Schlamm aus den Nachklärbecken in Siebtrommeln Wasser entzogen. Anschließend wird der Schlamm in den Faulturm gepumpt.

Im selben Gebäude befindet sich auch noch eine Werkstatt.

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Schaltzentrale

Schaltzentrale

Schaltzentrale

Von hier aus werden alle Vorgänge im Klärwerk überwacht und gesteuert.

Die 3 Reinigungsstufen des Klärprozesses

mechanische Reinigung

mechanische Reinigung

Das Abwasser enthält feste ungelöste Stoffe wie z.B. Sand, Speisereste und Fette, die über mechanische Einrichtungen (Rechen, Sand- und Fettfang sowie Vorklärbecken) entfernt werden.

biologische Reinigung

biologische Reinigung

In der ersten biologischen Reinigungsstufe findet eine biologische Phosphatentnahme statt. Das Abwasser durchströmt ein unbelüftetes Becken, das der vermehrten Phosphataufnahme durch die Mikroorganismen dient.

Die weitere biologische Reinigung findet in einem 3-straßigen Belebungsbecken statt. Hier wird der noch im Abwasser enthaltene gelöste Stoff Stickstoff mittels eines biologischen Stoffwechselprozesses abgebaut. Dieser findet in belüfteten (Nitrifikation) und unbelüfteten (Denitrifikation) Bereichen statt. Es werden in dem Belebungsbecken gezielt Mikroorganismen vermehrt, die die Schadstoffe im Wasser abbauen und den sog. „Belebtschlamm“ bilden.

chemische Reinigung

chemische Reinigung

Zur Unterstützung der biologischen Phosphatelimination kann bei Bedarf eine chemische Phosphatfällung mit Eisen- und/oder Aluminiumsalzen durchgeführt werden.

Was leistet die Gruppenkläranlage?

  • Die Gruppenkläranlage ist auf 90.000 Einwohner ausgelegt. Aktuell sind davon 75 % ausgelastet.
  • Von der Einleitung des Abwassers bis zur Ableitung des gereinigten Abwassers dauert der Durchlauf durchschnittlich 28 Stunden. Bei Regenwetter verkürzt sich die Zeit auf 20 Stunden, an trockenen Tagen dehnt sich der Klärprozess auf 39 Stunden aus.
  • Der Jahresenergiebedarf für den Betrieb der Anlage liegt bei 1,8 Millionen Kilowattstunden. Davon werden rund 1.000.000 Kilowattstunden durch das eigene Blockheizkraftwerk erzeugt und der Rest als Ökostrom zugekauft.

ABWASSERENTSORGUNG

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An der Hartbrücke 18
64625 Bensheim

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Außerhalb 56
68647 Biblis

Tel.: 06251/1096-0

info@kmb-bensheim.de

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Mo-Fr:  08:00 bis 12:00 Uhr
Mo, Mi, Do:  14:00 bis 16:00 Uhr
Di:  14:00 bis 17:30 Uhr

Kläranlagenbetrieb,
An der Hartbrücke 18, 64625 Bensheim

Mo-Fr:   07:00 bis 12:00 Uhr
Mo-Do:  12:30 bis 16:00 Uhr

„KMB

KMB – Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße

Am Schlachthof 4
64625 Bensheim

Telefon: 06251/1096-0

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www.kmb-bensheim.de

LETZTE BEITRÄGE

  • Kanaluntersuchungen des KMB in Hochstädten, Biblis-Wattenheim und Gronau 24. Juni 2026
  • Gronau: KMB saniert Brücke am Wasenweg 23. Juni 2026
  • Bensheim-Schönberg: Historische Stützmauer in Schönberg erfolgreich saniert 18. Juni 2026
  • KMB erweitert seine Starkregengefahrenkarten um Groß-Rohrheim – kostenloser Online-Service für Bürgerinnen und Bürger 16. Juni 2026
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