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Fertigstellung an der Saarstraße – Baubeginn an der Europaallee

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Auf diese Binsenweisheit stoßen die Bensheimer in diesem Jahr in verstärkter Form, denn die Stadt wird für den Hessentag und darüber hinaus ertüchtigt. Das gilt vor allem im Bereich der Verkehrsinfrastruktur.

War es in Bensheim bisher normal, dass pro Jahr ein Straßenbauprojekt nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gefördert wurde, sind es in diesem Jahr insgesamt fünf Maßnahmen, die vom Zweckverband KMB als Dienstleister der Stadt abgewickelt werden.

Ein Projekt dieser Art ist der Kreisverkehrsplatz Berliner Ring/Saarstraße, über den seit Anfang Juni der Verkehr läuft. Lediglich die Ausfahrt in Richtung Hartbrücke/Soldatenfriedhof war wegen der laufenden Arbeiten am Brückenbauwerk bisher noch nicht freigegeben. Inzwischen sind die Bauarbeiten abgeschlossen, so dass auch die Fahrtrichtung über die verlängerte Saarstraße im Laufe des Freitags (17.) für den Verkehr freigegeben werden kann. Noch ausstehende Restarbeiten in den Randbereichen können unter fließendem Verkehr abgeschlossen werden.

Der Abbau der Baustelle an diesem Knotenpunkt des Berliner Rings ist gleichzeitig Auftakt für das nächste Projekt, das der KMB auf dem Berliner Ring in Angriff nimmt. Nachdem von Hessen Mobil Straßen- und Verkehrsmanagement die Zuschuss-Bewilligung vorliegt, muss jetzt mit dem Bau des Kreisverkehrsplatzes Berliner Ring/Europa-Allee begonnen werden.

Start ist am kommenden Montag (20.) mit der Einrichtung der Baustelle. In einem ersten Bauabschnitt wird die östliche Seite des Kreisverkehrs hergestellt. Das heißt, dass für die Dauer der etwa zwei Monate dauernden Bauarbeiten die Europa-Allee vom Berliner Ring abgehängt wird und weder eine Aus- noch eine Einfahrt möglich ist.

Wie schon beim Bau des Kreisverkehrs an der Saarstraße wird der Verkehr in Nord-Südrichtung ohne Ampelregelung über etwas verengte Fahrbahnen geleitet. Verkehrsteilnehmer, die bisher die Europa-Allee nutzten, werden über die Taunusstraße (von Süden kommend) beziehungsweise über die Saarstraße (von Norden kommend) umgeleitet. Für die davon betroffenen Straßen – die Umleitungsstrecke ist ausgeschildert – gilt in dieser Zeit ein absolutes Haltverbot.

Zu beachten ist außerdem die eingeschränkte Zu- und Abfahrtsmöglichkeit zu den Parkplätzen am Badesee und Festplatz, da im Baustellenbereich ein Linksabbiegen auf den Berliner Ring generell nicht möglich ist. Verkehrsteilnehmer aus dem Süden befahren den Parkplatz über die Zufahrt am Hotel, die auch für die Ausfahrt in Richtung Norden genutzt werden muss. Nach Fertigstellung der östlichen Hälfte des Kreisverkehrsplatzes wird es etwa Mitte Oktober dann auf der Westseite weitergehen.

Minikreisel auf der Schwanheimer Straße soll Verkehr besser fließen lassen

(05.07.2012). Ob es tatsächlich eine runde Sache ist, wird sich zeigen. Die Entscheidungsträger im Bensheimer Rathaus scheinen davon jedenfalls überzeugt. Am Montag (9.) beginnen auf der Schwanheimer Straße die Arbeiten für einen sogenannten Mini-Kreisel.

Dieser soll im Kreuzungsbereich zur Hartbrücke und Weschnitzstraße angelegt werden. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag in einer Presseerklärung mit.

Begründet wird die “verkehrslenkende Maßnahme” mit einem erheblichen abgewachsenen Verkehrsaufkommen aus Richtung der Straße “An der Hartbrücke” (Gewerbegebiet Süd-West). Linksabbieger stelle dies vor größere Probleme. Besonders für Schwerlastfahrzeuge werde das Einbiegen in die Schwanheimer Straße in Richtung Innenstadt zu einer “unzumutbaren Geduldsprobe”.

Bereits während der Arbeiten an der Westtangente hatte der zuständige KMB eine Lösung erarbeiten lassen, die aus Sicht der Verkehrsbehörde jetzt zum Tragen kommen soll. Zunächst wollte man nach Öffnung des zweiten Bauabschnitts der Westtangente die Entwicklung der Verkehrsflusses beobachten.

Die Lösung des Problems ist nun ein Mini-Kreisel, der mit relativ geringem baulichen Aufwand hergestellt werden kann, da es lediglich um das Aufkleben von Fertigteilen und um entsprechende Markierungen geht. Der Kreisverkehr zeichnet sich dadurch aus, dass seine erhöhte Mittelfläche von größeren Fahrzeugen überfahren werden kann. Autos kommen durchaus mit der markierten Fahrbahn aus, die auf einen Außendurchmesser von 10 Meter begrenzt ist. Ansonsten wird mit Markierungen und Fahrbahnteilern in der Schwanheimer Straße dem Verkehrsteilnehmer der richtige Weg gewiesen. Bestens bewährt haben sich diese Kreisel auch schon in Gewerbegebieten oder an besonders beengten Stellen.

Gemeinsam mit der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und dem KMB wurde Probefahrten mit einem Gelenkbus durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Ein- und Ausfahrmöglichkeiten getestet und festgestellt, dass der Mini-Kreisel auch für Schwerverkehr und Gelenkbusse fahrbar ist.

Die Arbeiten sollen bis zum 24. Juli dauern. Das im Rahmen der Bauunterhaltung finanzierte Vorhaben mit Kostem von rund 46.000 EUR ersetzt die ursprünglich hier vorgesehene große Kreisellösung mit über 600.000 EUR. Die neue direkte Trasenführung der Westtangente an der Bebauungsgrenze entlang machte einen großen Kreisverkehr überflüssig.

Während der Arbeiten wird die Hartbrücke und die Weschnitzstraße angehängt und eine “Inselbaustelle” in der Schwanheimer Straße angelegt. Der Verkehr der Hartbrücke wird über die Zeppelinstraße geführt, Verkehrsteilnehmer in Richtung Innenstadt passieren dann die Baustelle als Geradeausfahrer. Genau so wird es an der Weschnitzstraße werden, die Verkehrsteilnehmer können die Wiesenstraße als Umfahrung nutzen. In der Umleitungsstrecke wird es für die Dauer der Bauzeit absolutes Halteverbot geben, so dass sich der Schwerverkehr in diesen Abschnitten ungehindert begegnen kann. (psp/ dr)