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Einhausen: Kanalbauarbeiten des KMB am Wertstoffhof – Umleitungsbeschilderung beachten

Einhausen: Kanalbauarbeiten des KMB am Wertstoffhof – Umleitungsbeschilderung beachten

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) wird vom 13.08. bis voraussichtlich 31.08. Kanalbauarbeiten im Bereich der Zufahrt des Wertstoffhofes in Einhausen durchführen. In diesem Zeitraum ist der Wertstoffhof des ZAKB über das nördliche Zufahrtstor erreichbar. Die Umleitung ist ausgeschildert.

Der KMB betreut die Gemeinde Einhausen in allen Angelegenheiten der Abwasserbeseitigung und ist im gesamten Verbandsgebiet für ein Kanalnetz von rund 460 km verantwortlich. Dazu gehören unter anderem die turnusmäßige Kontrolle des Kanalnetzes sowie die Planung und Umsetzung erforderlicher Bau- und Sanierungsmaßnahmen.

Für eventuelle Beeinträchtigungen bittet der KMB im Voraus um Verständnis. Bei Rückfragen oder Anregungen steht Herr Neumann vom KMB, Tel. 06251 / 1096-37, gerne zur Verfügung.

Kanalsanierung von Juni – September 2017 im Verbandsgebiet des KMB

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger führt nach den gesetzlichen Vorgaben jedes Jahr Kanalsanierungen durch. Wenn der Kanal von seinem Durchmesser genug Abwasser ableiten kann, wird versucht dies in geschlossener Bauweise durchzuführen. Dies erfolgt bei Kanalhaltungen in der Regel mit einem Inlinerverfahren.

Bei diesem Verfahren wird ein in Harz getränkter Glasfaserschlauch mit Luft aufgestellt und mittels UV-Licht gehärtet. Nach der Härtung kann der Abwasserkanal am gleichen Tag seine Funktion wieder übernehmen. Dadurch ist die Belästigung der Anwohner und des Verkehrs auf ein Minimum reduziert.

Der KMB wird die Kanalsanierungen in den Monaten Juni bis September im Verbandsgebiet ausführen.

Aufgrund der hessischen Sommerferien werden in Teilbereichen Baumaßnahmen entsprechend angepasst. So ist vorgesehen in Lautertal-Beedenkirchen die Reichenbacher Straße außerhalb der Sommerferien zu sanieren. In Bensheim werden im Bereich Wormser Straße / Berliner Ring diese Arbeiten in den Sommerferien ausgeführt.

Die direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf (ca. 2 Tage) eine Information, an welchen Tagen die Maßnahme ausgeführt wird, um dann entsprechend mit dem Wasser für ca. 4-6 Stunden sparsam umzugehen.

In diesem Jahr werden nicht nur Inliner in den Dimensionen 200 bis 600 mm Durchmesser eingebaut, sondern auch Durchmesser bis 1300 mm. Dies ist auch eine logistische Herausforderung, weil entsprechend eine Wasserhaltung und das Equipment (z. B. ein Förderband) vorgehalten werden muss.

Die Anschlüsse an die Kanäle werden im Nachgang mittels Robotertechnik hergestellt.

Die ausführende Fachfirma wird von einem fachkundigen Ingenieurbüro mit zertifiziertem Kanalsanierungsberater betreut.

Sollten Sie Fragen haben, erreichen Sie den KMB unter der Telefonnummer 06251/10960.

 

Der KMB informiert: Der Starkregen und das Kanalsystem

Die häufigen lokalen Starkregen in den letzten Wochen und die daraus resultierenden Niederschlagsabflüsse überstiegen teilweise die Leistungsfähigkeit des Kanalsystems. Durch die Wassermassen war die Aufnahmekapazität der Kanäle kurzzeitig erschöpft und der Wasserpegel in den Kanalschächten erreichte die Oberkante der Straße. In der Folge konnte es zu Überflutungen durch Austritt von Kanalwasser an der Oberfläche oder bei fehlenden Sicherungssystemen zum Rückstau von Abwasser in Gebäudekellern kommen.

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger trägt bereits heute durch kompetente Planung und den nachhaltigen Betrieb der Kanäle aktiv zum Schutz der Kanäle vor den Folgen durch Starkregen bei. Hierzu zählen insbesondere die Schaffung von Regenrückhalteräumen und die regelmäßige Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Kanalisation.

Die Grundlage für die Dimensionierung der Kanäle bilden statistisch berechnete Regenmengen. Die Dimensionierung erfolgt unter der Berücksichtigung, dass auch vereinzelt ein Starkregen (sog. Bemessungsregen) aufgenommen werden kann, der statistisch jedoch ungefähr nur alle drei bis fünf Jahre auftritt.

In den letzten Jahren erfolgten zudem zahlreiche Investitionen in das Kanalnetz, um Schäden durch starke Regenfälle zu verringern.

Der Bau von Kanälen, die solche Wassermengen, wie sie in den letzten Wochen auftraten, vollständig ableiten können, ist jedoch wirtschaftlich nicht realisierbar. Die Kosten für die entsprechende Vergrößerung sämtlicher Kanäle müssten auf die Abwassergebühren umgelegt werden, obwohl es sich bei den Starkregen der vergangenen Wochen in der Regel um lokale Ereignisse handelt. Dies würde einerseits einen enormen Anstieg der Abwassergebühren für die Bürger und Unternehmen mit sich bringen, der nicht tragbar wäre. Andererseits ist im Stadtkern durch die dichte Bebauung und den mit Leitungen durchzogenen Straßen kaum Platz für weiteren Rückhalteraum.

Der Umgang mit Starkregen kann sich jedoch nicht allein auf die öffentlichen Entwässerungssysteme und die öffentlichen Vorsorgemaßnahmen beschränken.

Aus diesem Grund wird seitens des KMB auf Folgendes hingewiesen: Jeder Hausbesitzer ist für den Schutz seines Gebäudes gegen den Rückstau des Abwassers in Kellerräumen selbst verantwortlich. Hausbesitzer haften auch gegenüber ihren Mietern für so entstandene Schäden.

Ohne geeignete Rückstausicherung kann bei einer Überlastung der Kanalisation infolge von Starkregen der Gebäudekeller überschwemmt werden, was teils zu gravierenden Schäden am Gebäude führen kann.

Gegen den Rückstau gibt es mehrere Lösungsansätze. Diese finden Sie unter anderem auf der Homepage des KMB unter https://www.kmb-bensheim.de/rueckstau-aus-kanalsystem/.

Grundsätzlich sollte man sich bei allen Maßnahmen von einem Fachmann beraten lassen. Architekten oder Sanitärinstallateure helfen gerne weiter, wenn es um die optimale – und rechtlich geforderte – Planung der Hausentwässerung geht.

Aber auch die beste Planung und Ausführung hilft nicht viel, wenn die installierten Anlagen nicht regelmäßig durch Fachkundige gewartet werden. Für Abwasserhebeanlagen und Rückstauverschlüsse gibt es je nach Ausführung empfohlene bzw. vorgeschriebene Wartungsintervalle von einem bis zu einem halben Jahr.

Die genauen technischen Bestimmungen für Entwässerungsanlagen auf Grundstücken und in Gebäuden sind nachzulesen in der DIN 1986.

Bei Missachtung der technischen Bestimmungen schränken Versicherungen Entschädigungen ein oder lehnen sie sogar ab. Schadenersatzansprüche gegenüber Kommunen sind in aller Regel ausgeschlossen, da der Rückstau in Misch- und Abwasserkanälen planmäßig vorgesehen ist.

Gern steht auch der KMB im Bedarfsfall beratend zur Seite. Als fachkundige Ansprechpartner stehen Ihnen die Mitarbeiter des Geschäftsbereiches Stadtentwässerung und Kanalbetrieb Herr Mischler (Tel.: 06251 / 1096-16, Email: juergen.mischler@kmb-bensheim.de) und Herr Wondrak (Tel.: 06251 / 1096-19, Email: wolfgang.wondrak@kmb-bensheim.de) zur Verfügung.

 

Verstopfte Kanalanschlüsse

Der KMB informiert:

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger stellt in letzter Zeit vermehrt fest, dass sich Meldungen von Grundstückseigentümern zu Kanalverstopfungen häufen.

Die Meldungen gehen beim KMB in der Regel jedoch erst ein, nachdem der Betroffene eine Fremdfirma zur Beseitigung der Verstopfung beauftragt hat und es nun um Regelungen der Kostenübernahme geht. Dies führt dann meist zu Diskussionen, nicht zuletzt auch wegen der Ursache der Verstopfung.

In den Verbandskommunen Bensheim, Lautertal und Einhausen ist nach der geltenden Entwässerungssatzung der KMB im öffentlichen Bereich bis zur Grundstücksgrenze verantwortlich für die Abwasseranlage.

Der KMB empfiehlt daher den Grundstückseigentümern in seinem Verbandsgebiet bei Feststellung einer Verstopfung zunächst den KMB zu informieren. Dieser veranlasst dann in Abstimmung mit dem Betroffenen eine Kanalinspektion und Ortung des Schadens durch ausgewählte Fachfirmen.

Die zertifizierten Kanalsanierungsberater des KMB werten anschließend die Ergebnisse der Kanalinspektion aus und schlagen eine technisch saubere Lösung zur Beseitigung der Verstopfung vor. In einigen Fällen ist eine Beseitigung der Verstopfung auch in geschlossener Bauweise möglich, so dass ein Aufgraben vermieden werden kann.

Stellt sich heraus, dass die Verstopfung im öffentlichen Bereich ist, trägt der KMB gemäß Entwässerungssatzung auch die Kosten für deren Beseitigung.

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie den KMB an oder schreiben eine Email an info@kmb-bensheim.de

Der KMB ist im Notfall auch täglich rund um die Uhr unter der Telefonnummer 06251 / 10960 erreichbar.

Anlieferung des Steges über die Weschnitz in Einhausen

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße wurde von der Gemeinde Einhausen mit der Planung und baulichen Umsetzung der Erneuerung des Steges über die Weschnitz beauftragt.

Die alte Holzbrücke musste aufgrund irreparabler Schäden im Bereich tragender Bauteile durch Pilzbefall ersetzt werden. Die neue Brücke wird jetzt als komplettes Bauteil per Schwertransport angeliefert.

Die Anlieferung und Montage der neuen Fußgängerbrücke über die Weschnitz erfolgt am Freitag, den 27.11.2015.

Aufgrund der Straßenbaumaßnahme in der Jägersburger Straße ist die direkte Zufahrt zum Einbauort in der Großen Teilung derzeit nicht möglich. Geplant ist deshalb der Transport der Brücke über die folgende Route:

Vom Kreisel an der L3111 Mathildenstraße aus kommend über die K65 Industriestraße in die Carl-Benz-Straße. Danach über die Friedhofstraße, Martin-Niemöller-Straße, Odenwaldstraße, Kreuzung L3111 Jägersburger Straße / Hauptstraße in die Bibliser Straße zur Großen Teilung.

Die Brücke muss auf ihrem Transportweg mehrmals mit dem Kran umgesetzt werden. Die Kreuzung Jägersburger Straße / Odenwaldstraße wird von Hessen-Mobil extra für den Schwertransport aufgeschottert, damit die dortige Baustelle ungehindert gequert werden kann.

Je nachdem wie sich der Transport durch den Ort gestaltet, hat die Brücke um ca. 11:00h ihren Bestimmungsort an der Weschnitz erreicht und wird dort per Kran versetzt.

Die neue Brücke ist komplett als Bogenbrücke aus Aluminium gefertigt. Die Länge beträgt 25,00 m. Stahlfüllstäbe sorgen für Transparenz und ermöglichen den ungehinderten Blick auf die Weschnitz. Die Fundamente der alten Brücke wurden für den Neubau aufbereitet und wiederverwendet.

Während des Transports der Brücke werden die Beeinträchtigungen für den fließenden Verkehr so gering wie möglich gehalten. Für die auftretenden unvermeidbaren Beeinträchtigungen bittet der KMB um Verständnis.

Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen unser Mitarbeiter, Herr Scheffel, Tel. 06251 / 1096-64, E-Mail: peter.scheffel@kmb-bensheim.de, gerne zur Verfügung.

 

Kanal und Wasserleitungen in Einhausen werden erneuert

In dieser Woche hat der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße mit umfangreichen Kanalbauarbeiten im südöstlichen Gemeindegebiete von Einhausen begonnen. In den Straßen In der Wolfshecke, Im Schafweg, Am Katzensee und Promenadenweg werden  insgesamt 360 Meter Abwasserkanal erneuert. Parallel dazu werden vom Wasserbeschaffungsverband Riedgruppe Ost etwa 240 Meter Trinkwasserleitung im Pormenadenweg und in der Straße Am Katzensee erneuert.

Hintergrund der Kanalbaumaßnahme ist die Vergrößerung des Querschnitts des vorhandenen Abwasserkanals von 250 beziehungsweise 300 mm Nennweite auf DN 500 beziehungsweise DN 800 Nennweite. So weit erforderlich werden die Kanalanschlüsse bis zur Grundstücksgrenze ebenfalls erneuert. Gleiches gilt bei den Arbeiten an der Trinkwasserleitung für die Wasserhausanschlüsse.

Verbunden mit den Tiefbauarbeiten ist nach deren Abschluss der barrierefreie Umbau der Kreuzung Promenadenweg / Brunnengewann und die Erneuerung der Fahrbahnfläche im Promenadenweg und in der Straße Am Katzensee.

Während der Bauarbeiten, die voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen sein werden, ist eine komplette Sperrung der betroffenen Straßen für den Durchgangsverkehr erforderlich. Im Promenadenweg zwischen Brunnengewann und Am Katzensee sowie in der Straße Am Katzensee erfolgt die Sperrung abschnittsweise.

Im Schafweg gilt das für den Bereich zwischen Waldstraße und Fliederweg und in der Straße In der Wolfshecke zwischen Waldstraße und Rosenweg. Der Verkehr wird über die umgebenden Straßen geleitet, die Zufahrt zu den Anwesen wird bis auf wenige Ausnahmen gewährleistet.

Begonnen wird mit den Arbeiten In der Wolfshecke, dann folgen Promenadenweg, Am Katzensee und Im Schafweg.

Mit einem Anschreiben wurden die Anlieger vom KMB bereits über die anstehenden Bauarbeiten informiert. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass im Vorfeld Einfriedungen und Außenwände der Gebäude von einem Gutachterbüro auf vorhandene Schäden untersucht wurden. Das ist Voraussetzung, um eventuelle, durch die Bauarbeiten entstandene neue Schäden feststellen und gegebenenfalls regulieren zu können. Allerdings wurde mit einer Baufirma eine erschütterungsarme Bauweise vereinbart, damit es erst gar nicht zu Bauschäden kommt.

Drei Millionen Euro fließen in Kläranlage

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 05.06.2013 von Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger

Regenüberlaufbecken

Rechengebäude

BENSHEIM. Der gemeine Bensheimer verbraucht täglich 90 Liter Wasser. Was in der Toilette verschwindet oder beim Duschen, Kochen und Hände waschen abfließt, landet in der Gruppenkläranlage des Zweckverbands Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) im Neuwiesenfeld.Dort werden die Abwässer aus Bensheim, Lautertal und Einhausen gereinigt. Um weiterhin reibungslose Abläufe gewährleisten zu können und sich zukunftssicher aufzustellen, investiert der KMB 3,2 Millionen Euro in die Kläranlage. Das teilten Geschäftsführer Frank Daum, Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Daniel Zimmermann gestern mit. Zimmermann ist der Bereichsleiter für den Kläranlagenbetrieb. Insgesamt werden vier Vorhaben umgesetzt.

 

Erweiterung des Rechengebäudes

Der größte Kostenpunkt mit 1,7 Millionen Euro bildet der Umbau des sogenannten Rechengebäudes. Im Gebäude aus den 70er Jahren werden im Zuge einer mechanischen Reinigung alle groben Stoffe aus dem Schmutzwasser herausgefiltert. „Toilettenpapier, Holz, Treibgut, Plastikteile. Vieles was nicht ins WC gehört“, erklärte Zimmermann. Der Umbau umfasst neben der Erweiterung des Hauses die Erneuerung der Ausrüstung und einen eigenen Anbau für die Maschinentechnik. Künftig wird die Brühe über Förderschnecken nicht nur in eine, sondern zwei Reinigungsstraßen laufen. „Das verbessert die Qualität deutlich“, so Daum. 1,7 Millionen Euro müssen veranschlagt werden.

Für 310.000 Euro erhält die Anlage außerdem ein Notstromaggregat. Das wird in einem Container hinter den Faultürmen aufgebaut. Bisher konnte bei einem Stromausfall über die eigenen Blockheizkraftwerke die Versorgung kurzzeitig sichergestellt werden. Eine in Auftrag gegebene Risikobewertung eines Ingenieursbüros empfahl jedoch, sich mehr Unabhängigkeit zu verschaffen. „Wir müssen gewährleisten, dass in einem Katastrophenfall kein ungeklärtes Abwasser in die Umwelt gelangt“, betonte Sachwitz. Bei neuen Anlagen gehört diese Absicherung bereits zum Standard. Bensheims größte Reinigungsmaschine wurde jedoch Mitte der 90er Jahre zum letzten Mal saniert. Die Verantwortlichen wollen mit der Modernisierung nicht nur auf den neusten Stand der Technik kommen, sondern „höchstmögliche Sicherheit ausgestalten“ (Daum).

Dass sich nach zwei Jahrzehnten die Welt weitergedreht hat, zeigt sich vor allem im Schaltraum. Die Prozessleittechnik und die programmierbare Steuerung bedürfen dringend einer Aktualisierung. Das Betriebssystem arbeitet mit DOS, Ersatzteile schwierig zu beschaffen. 800.000 Euro kostet die Optimierung – was gut angelegtes Geld sein dürfte, schließlich laufen alle Vorgänge computergesteuert ab.

Der letzte Punkt auf der Investitionsliste dient in erster Linie der Arbeitserleichterung der Mitarbeiter. Schrittweise werden alle Außenstationen im Verbandsgebiet vernetzt. Das bedeutet: Bei einer Störmeldung musste bisher gleich vor Ort nach der Ursache gesucht werden. Nach der Umrüstung kann zunächst aus der Ferne über PC, Laptop oder Tablet geprüft werden, was für ein Problem vorliegt. Bis alle Stationen angebunden sind, werden aber noch einige Jahre ins Land gehen. „Wir haben mit den größeren angefangen“, so Zimmermann.

Arbeiten dauern bis 2014

Alle fünf Jahre lässt der KMB die Kläranlage zertifizieren, zuletzt 2012. „Das verlief ohne Probleme und Beanstandungen. Es geht aber nur mit qualifiziertem Personal und einem optimalen technischen Zustand der Einrichtungen“, betonte Verbandsvorsteher Sachwitz. In der Verbandsversammlung sei die Erneuerung einstimmig beschlossen worden. Sachwitz wertete dies als Indiz, dass die interkommunale Zusammenarbeit an dieser Stelle funktioniert und Vertrauen in die Entscheidungsträger vorhanden ist.

Die Umbauarbeiten auf dem weitläufigen Gelände sollen im Frühjahr 2014 zum Abschluss kommen. Die Installation des Notstromaggregats nimmt mehr Zeit in Anspruch, weil das Gerät individuell auf die Bensheimer Erfordernisse zugeschnitten wird.

Zahlen und Fakten

  • Die Kläranlage des KMB wurde 1974 gebaut und 1982 um eine Schlammentwässerungsanlage erweitert.
  • Täglich werden durchschnittlich 14.000 Kubikmeter Abwasser gereinigt, im Jahr beläuft sich die Summe auf 5,5 Millionen Kubikmeter.
  • Ein Durchlauf dauert rund 28 Stunden. Bei Regenwetter flutscht es entsprechend schneller (20 Stunden), an trockenen Tagen geht es langsamer voran (39 Stunden).
  • Der jährliche Energiebedarf liegt bei 1,9 Millionen Kilowattstunden Strom. 900.000 Kilowattstunden werden über drei eigene Blockheizkraftwerke abgedeckt, in denen Klärgas umgewandelt wird. Der weitere Bedarf wird über Ökostrom abgedeckt, der zugekauft werden muss.
  • Das Kanalnetz des Zweckverbands ist 329 Kilometer lang. 23 Pumpwerke, 18 Regenüberlaufbecken und 33 Regenüberlaufbauwerke liegen im Einzugsgebiet verteilt.
  • Die Größe der Kläranlage, in der das Abwasser aus Bensheim, Lautertal und Einhausen aufbereitet wird, ist auf 90.000 Einwohner ausgelegt. Der derzeitige Auslastungsgrad beträgt 75 Prozent – Reserven sind demnach vorhanden.
  • Die Wasserwerte werden täglich gemessen und im Labor überwacht. Nach der Reinigung fließt das geklärte Abwasser in den Mühl- und Mittelgraben.
  • Der Zweckverband ist neben der Abwasserentsorgung als Dienstleistungsunternehmen im kommunalen Straßenbau tätig. Außerdem gehören der Bauhof-Service Bensheim und das Bestattungswesen seit 2011 zum KMB.

Abwasserreinigung durch den KMB: Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

(13.12.11). Die Reinigung des Schmutzwassers ist beim Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) in den besten Händen. Das hat der kommunale Dienstleister, der für Bensheim, Lautertal und Einhausen täglich rund 12 Millionen Liter Abwasser reinigt, auch schriftlich.

Abwasserreinigung durch den KMB:  Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

Abwasserreinigung durch den KMB:
Sicherer und störungsfreier Betrieb gewährleistet

Bereits zum zweiten Mal hat der Verband sein Sicherheitsmanagement durch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) mit Erfolg überprüfen lassen. Die „Bestätigung zum geprüften Technischen Sicherheitsmanagement TSM“ überreichte der Vorsitzende des DWA- Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Diplom-Ingenieur Sven Lüthje jetzt an den KMB-Geschäftsführer Frank Daum.

Für Lüthje war es bereits der zweite Besuch in Bensheim. Im Juli 2006 war er mit der ersten Urkunde gekommen, nachdem der KMB als einer der ersten Verbände sich der Überprüfung durch die DWA unterzogen hatte. Fünf Jahre später war das Ergebnis wieder so positiv, nur die handelnden Personen hatten sich mit KMB-Geschäftsführer Daum, Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Abwassermeister Daniel Zimmermann geändert. Lediglich Albert Lautenschläger als technischer Bereichsleiter war schon 2006 dabei.

Für Frank Daum war die erneute Überprüfung nach Ablauf der für fünf Jahre gültigen Zertifizierung keine Frage. „Der sichere und störungsfreie Betrieb unserer technischen Anlagen ist für den Schutz von Umwelt und Natur wichtig, aber auch für die Sicherheit unserer Mitarbeiter“, sieht der KMB-Geschäftsführer in der Überprüfung eine sehr gute Vorsorge.

Eine Einstellung, von der vor fünf Jahren noch nicht so viele überzeugt waren, erinnert sich Sven Lüthje. Damals war die KMB erst der dritte Verband, der im Bereich der für die drei Bundesländer zuständigen DWA die Prüfung mit Erfolg absolviert hatte. Das hat sich inzwischen positiv verändert, denn die konstruktive und systematische Untersuchung des Sicherheitsmanagements hat auch für die politisch Verantwortlichen nicht erst seit Bad Reichenhall oder Duisburg an Bedeutung gewonnen.

Darauf macht auch Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz aufmerksam. Die Überprüfung diene zum einen der Optimierung und Verbesserung von Systemen und zum anderen sei auf der Basis von festgelegten Standards der Vergleich mit anderen Anlagen möglich. Ein Vergleich, den die KMB nicht scheuen müsse. Als Verband schulde man es aber auch den politischen Gremien, dass sie wissen, auf welchem Level man sich befinde, sieht Sachwitz in der Überprüfung auch eine wichtige Informationsquelle, wo Verbesserungen möglich sind.

Dass der Zweckverband die Sicherheitsstandards im Bereich der Abwasserbeseitigung erfüllt und der sichere und störungsfreie Betrieb der technischen Anlagen gewährleistet ist, sieht Daum vor allem als Verdienst der verantwortlichen Mitarbeiter. Dank sagte er insbesondere dem technischen Betriebsleiter Daniel Zimmerman und dem Leiter des Geschäftsbereiches Planung, Bau und Kanalbetrieb, Albert Lautenschläger, die er als „exzellente Mitarbeiter“ bezeichnete.

Die Überprüfung des Technischen Sicherheitsmanagements bei der KMB bezieht sich sowohl auf die personelle und organisatorische Qualifikation als auch auf die technischen Anlagen, zu denen 300 Kilometer Kanal, über 40 Regenbecken, Pumpwerke und Regenüberläufe sowie drei Kläranlagen gehören. Ausgelegt sind die Anlagen für das Abwasser von bis zu 90 000 Einwohnern.

 

Hintergrund:

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasser- und Abfallwirtschaft ein. Als technich-wissenschaftliche Vereinigung befasst sie sich mit allen Fragen, die die Abwasserbeseitigung, den Gewässer-, Grundwasser- und Bodenschutz sowie die Abfallwirtschaft als auch den Wasserbau betreffen. Im Mittelpunkt stehen dabei das technische Regelwerk der DWA sowie die berufliche Bildung. Einheitliche technische Regeln leisten einen wesentlichen Beitrag zum wirksamen und wirtschaftlichen Schutz von Umwelt sowie zur Qualitätssicherung. Die rund 14.000 Mitglieder repräsentieren die Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen. (kmb)