Bensheim

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Hochwasser – ein Restrisiko bleibt immer

CDU-Fraktion: Zweckverband KMB informierte über geplante Schutzmaßnahmen im Stadtgebiet

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 22.06.2017

Bensheim. Da warnt das Hessische Umweltministerium vor akuter Waldbrandgefahr – und was macht die Bensheimer CDU? Veranstaltet einen Themenabend zum Hochwasserschutz. Aber im Ernst: Die sogenannten Extremereignisse haben auch im Stadtgebiet deutlich zugenommen. Überflutete Straßen und vollgelaufene Keller waren in den vergangenen Jahren keine Seltenheit.

Der Kommunalverband Mittlere Bergstraße (KMB) informierte am Dienstag im Rahmen einer offenen Fraktionssitzung über die Auswirkungen der jüngsten Starkregenfälle und welche Konsequenzen daraus zu ziehen seien.

Tobias Heinz begrüßte KMB-Geschäftsführer Frank Daum sowie Verbandsvorsteher und Ersten Stadtrat Helmut Sachwitz. Dieser machte deutlich: „Jeder Hauseigentümer muss seinen Teil dazu beitragen.“ Zum Beispiel durch eine Rückstausicherung, die den technischen Möglichkeiten und den aktuellen Vorschriften entspricht. Denn nach geltendem Recht ist er für alle Schäden verantwortlich, die auf einem Fehlen dieser Sicherungen beruhen.

Extreme Wetterlagen

Fakt ist: Extreme Wetterlagen mit viel Niederschlag belasten das Kanalsystem bis zum Anschlag – und oftmals darüber hinaus. Wenn Gullideckel in die Höhe schießen, ist es bereits zu spät.

Daum sprach von einem zentralen Thema im Kontext der lokalen Abwasserbeseitigung. Seit 2014 arbeitet der KMB daher an einem Generalentwässerungsplan für das komplette Verbandsgebiet. Ein Aspekt dabei ist die Reduzierung von sogenanntem Fremdwasser – also Wasser, das meist ungewollt in die Kanalisation eindringt, sich mit dem Schmutzwasser vermischt und gemeinsam abfließt. Die größten Mengen stammen laut Messung aus Gadernheim, Schönberg oder Gronau. Laut Daum bestehen etwa 30 Prozent der Wassermenge, die aus Lautertal bergab nach Bensheim fließt, aus diesem Fremdwasser.

Der Verband plant ein ganzheitliches Konzept, das auch die hydraulische Sanierung des bestehenden Kanalnetzes umfasst. Rückblende: Im Sommer 2016 kam es in Bensheim zu heftigen Gewittern, die zu gefluteten Unterführungen und Straßen sowie vollgelaufenen Kellern geführt hatten. Erneut kam es am Meerbach auf Höhe der Bundesstraße 3 im Bereich der Siroan-Unterführung zu einem hohen Wasserstand. Eine ähnliche Lage gab es vier Jahre zuvor im Mai und Juni 2013. Die beiden Meerbachbrücken an Bahn und Bundesstraße waren damals besonders stark betroffen. Eingedeichte Gewässer wie Winkelbach, Ziegelbach und Neugraben waren voll wie, liefen aber nicht über. Auch der Meerbach in Gronau und Zell uferte aus und floss über die Straßen talabwärts.

Es ist die Aufgabe – und die Pflicht – des KMB, für ein ausreichend leistungsfähiges Ablaufsystem zu sorgen, so Frank Daum. Dazu gehört auch der Schutz von Gewässern und Grundwasser. Das Verbandsgebiet umfasst rund 350 Kanalkilometer mit gut 10 000 Haltungen. Eine Haltung ist die Verbindungsstrecke eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten.

Das Einzugsgebiet des Verbands reicht von Einhausen über Bensheim bis Lautertal. In diesem Bereich führt der KMB Messungen und Analysen durch, um das System auf der Basis von detaillierten Daten zu verbessern. Noch im laufenden Jahr soll ein umfassendes Sanierungskonzept fertiggestellt werden.

Bedarf am Beauner Platz

Als dringende Baustellen nennt Daum unter anderem den Beauner Platz, wo im Bereich der Winkelbachverdolung ein Kanalrohr den Bachlauf quert. Dies führe zu einem Rückstau, der beseitigt werden müsse. Auch am Alten Weg/Nibelungenstraße (Schönberg) ist ein Wasseraustritt bekannt. Ein Stauraumkanal soll den Abfluss in Tälchen puffern und die Wassermenge zeitlich verzögern.

Auch in der Bleiche herrscht wahrscheinlich Handlungsbedarf. Präzise Daten liegen hier noch nicht vor. Der KMB mutmaßt, dass sich an dieser Stelle ein Rückstau aus der Schwanheimer Straße und der Fremdwasserzufluss aus Schönberg treffen. Überlastet ist laut Frank Daum auch der Regenwasserkanal an der Robert-Bosch-Straße: Hier wartet man noch auf Gewissheit bezüglich des Straßenausbaus, um beide Maßnahmen in einem Aufwasch abzuwickeln.

In Schwanheim ist im Bereich Schulzengasse/Rohrheimer Straße ein Überstau festgestellt worden. Das heißt, dass der Wasserstand im Extremfall bis zur Geländeoberkante reicht und aus dem Kanalnetz austreten kann. Laut KMB wäre hier ein Regenrückhaltebecken Richtung Fehlheim sinnvoll.

Daum betont: Kein Kanalnetz wird jemals komplett frei von Fremdwasser sein. „Wir müssen Maßnahme ergreifen, mit denen man für wenig Aufwand viel erreichen kann.“ Im Meerbachtal beispielsweise könnten hydraulische Engpässe an den Anwohnerbrücken durch erhöhte Durchflusskapazitäten an der Ufermauer verringert werden.

Eine Rückversetzung der Ufermauer würde mehr Wasser durchlassen, so dass der Austritt über die Straße später erfolgte. Die vorhandene Bachmauer ist ohnehin marode. Der Einbau einer Spundwand als neue Stützmauer würde das Bachbett etwas breiter machen.

„Das beste Kanalnetz nutzt wenig ohne ein gutes Rückhaltesystem“, so Helmut Sachwitz, der Hochwasserschutz als Ergebnis vernetzter Maßnahmen sieht. Im Falle von extremen Regenfällen könne es dennoch niemals eine absolute Sicherheit geben. Das Risiko lasse sich reduzieren, aber nicht ausschließen.

„Durch die Untersuchungen im Bestand versprechen wir uns neben dem Start von eigenen Maßnahme auch eine verbesserte Beratungsmöglichkeit für die Anwohner.“


Kanalsanierung von Juni – September 2017 im Verbandsgebiet des KMB

Der KMB als Abwasserbeseitigungspflichtiger führt nach den gesetzlichen Vorgaben jedes Jahr Kanalsanierungen durch. Wenn der Kanal von seinem Durchmesser genug Abwasser ableiten kann, wird versucht dies in geschlossener Bauweise durchzuführen. Dies erfolgt bei Kanalhaltungen in der Regel mit einem Inlinerverfahren.

Bei diesem Verfahren wird ein in Harz getränkter Glasfaserschlauch mit Luft aufgestellt und mittels UV-Licht gehärtet. Nach der Härtung kann der Abwasserkanal am gleichen Tag seine Funktion wieder übernehmen. Dadurch ist die Belästigung der Anwohner und des Verkehrs auf ein Minimum reduziert.

Der KMB wird die Kanalsanierungen in den Monaten Juni bis September im Verbandsgebiet ausführen.

Aufgrund der hessischen Sommerferien werden in Teilbereichen Baumaßnahmen entsprechend angepasst. So ist vorgesehen in Lautertal-Beedenkirchen die Reichenbacher Straße außerhalb der Sommerferien zu sanieren. In Bensheim werden im Bereich Wormser Straße / Berliner Ring diese Arbeiten in den Sommerferien ausgeführt.

Die direkt betroffenen Anwohner erhalten mit entsprechendem Vorlauf (ca. 2 Tage) eine Information, an welchen Tagen die Maßnahme ausgeführt wird, um dann entsprechend mit dem Wasser für ca. 4-6 Stunden sparsam umzugehen.

In diesem Jahr werden nicht nur Inliner in den Dimensionen 200 bis 600 mm Durchmesser eingebaut, sondern auch Durchmesser bis 1300 mm. Dies ist auch eine logistische Herausforderung, weil entsprechend eine Wasserhaltung und das Equipment (z. B. ein Förderband) vorgehalten werden muss.

Die Anschlüsse an die Kanäle werden im Nachgang mittels Robotertechnik hergestellt.

Die ausführende Fachfirma wird von einem fachkundigen Ingenieurbüro mit zertifiziertem Kanalsanierungsberater betreut.

Sollten Sie Fragen haben, erreichen Sie den KMB unter der Telefonnummer 06251/10960.

 

Umweltmobil – 21.06.2017

Am Mittwoch, den 21.06.2017 kommt das Umweltmobil nach Bensheim.

UHRZEIT STANDPUNKT UMWELTMOBIL
13.30 – 14.00 Uhr Fehlheim, ehem. Verwaltungsstelle / Schule, Schulstraße 1
14.30 – 15.30 Uhr Auerbach, Wendeplatz Berliner Ring 117, Zufahrt über Saarstraße (neben Tierklinik)
16.00 – 17.30 Uhr Bensheim, Parkplatz Baßmannweg (neben Fa. Thermoplastik)

Zu den in Frage kommenden Sonderabfällen gehören beispielsweise Alt-Medikamente, Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sind kein gefährlicher Abfall. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass die Farben sich in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o.ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen

gibt der Bauhofservice des KMB gerne Auskunft.
Telefon 06251/10 96 – 70.

Fahrbahnsanierung in der Schillerstraße am 25. Juni 2017

Der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) führt im Rahmen der Straßeninstandhaltung eine Baumaßnahme in der Schillerstraße durch.

Geplant ist die Sanierung der Fahrbahndecke zwischen der Otto-Beck-Straße und dem Brückweg auf einer Länge von ca. 450 m. Die Fahrbahn wird hier mit einer neuen dünnen Verschleißschicht überzogen. Die Arbeiten werden von einer Spezialbaufirma durchgeführt.

Um die Beeinträchtigung für die Anlieger und den fließenden Verkehr möglichst gering zu halten, erfolgen die Arbeiten am Sonntag, den 25. Juni 2017, im Rahmen einer eintägigen Vollsperrung.

Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis gebeten.

Umweltmobil – 11.05.2017

Am Donnerstag, den 11.05.2017,  kommt das Umweltmobil nach Bensheim.

Die Abgabe des Sondermülls, der nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden darf, ist an folgenden Stationen möglich:

UHRZEIT STANDPUNKT UMWELTMOBIL
14.00 – 17.30 Uhr Parkplatz am Badesee, Berliner Ring 89
Zu den in Frage kommenden Sonderabfällen gehören beispielsweise Alt-Medikamente, Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

 

 

 

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sind kein gefährlicher Abfall. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass die Farben sich in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o.ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen

gibt der Bauhofservice des KMB gerne Auskunft.
Telefon 06251/10 96 70

Tulpenbaum gepflanzt

Die Rundbank am Wegekreuz Brunnenweg/Hofweg in Richtung Kirchberg steht wieder, als Ersatz für die gefällte Linde hat der KMB mittlerweile einen Tulpenbaum gepflanzt. Die Linde musste wegen fehlender Standsicherheit umgehend gefällt werden, ein Pilzbefall hatte dem Baum so schwer zugesetzt, dass dieser nicht mehr zu retten war. Der Tulpenbaum kann nun pünktlich zum Beginn des Frühlings an seinem neuen Platz Wurzeln schlagen.


Frühjahrsputz mit 176 Saubermännern

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 13.03.2017 von BA-Mitarbeiter Thomas Zelinger


BENSHEIM. Bis zur Wochenmitte war zu befürchten, dass die fürs Wochenende angesagte Aktion „Sauberhaftes Bensheim“ mehr zur Wasserschlacht als zum Großreinemachen werden könnte. Dunkle Wolken und starker Regen bestimmten bekanntermaßen die Großwetterlage. Das hat sich geändert. Zum Wochenende öffneten Krokusse ihre Blüten weit, der Himmel war blau, die Thermometer schafften es in den zweistelligen Bereich. „Sauberhaftes Bensheim“ wurde zum großen Frühlingsputz mit 176 Helfern. Zahlreiche Bensheimer machten sich am Samstagvormittag auf denWeg, um die Gemarkung von Unrat –oft Kleinigkeiten, in Teilen aber auch sperrigem Müll – zu befreien. Zum Abschluss trafen sich viele von ihnen in der großen Halle der Freiwilligen

Feuerwehr Bensheim-Mitte, dichtan dicht saßen sie beisammen. Deftiges Essen wurde von den Einsatzkräften serviert, die richtige Stärkung nach dem Dienst an der frischen Luft. Vor den Toren standen mehrere Fahrzeuge des Bauhofs beladen mit Müllsäcken. Die Botschaft: Es ist fleißig gesammelt worden. Erster Stadtrat Helmut Sachwitz dankte den Freiwilligen fürs Engagement und zollte deren Arbeit Respekt.


Bilanz: Es hat Spaß gemacht
Es hat Spaß gemacht, so war es am Ende von vielen zu hören. Unterredungen am Rande der Aktion mit vier Gruppen aus der großen Reihe der Teilnehmer, haben das bestätigt. Eine davon ist die Segelfluggruppe Bensheim. „Wir machen das schon ziemlich lange“, war von dort zu hören. Die Bilanz des Einsatzes fiel positiv aus: „Es ist weniger Müll geworden.“ Größeres wie beispielsweise
Autoreifen hätten die Flieger, anders als in früheren Jahren, diesmal nicht entdeckt. Auch sei der Glasmüll weniger gewesen, was möglicherweise daran liegen könnte, dass Hecken niedriggeschnitten sind und so nicht mehr zur versteckten Entsorgung taugen. Stattdessen wurden viele Zigarettenschachteln aufgelesen. Größere Mengen Papiertaschentücher und Hustenbonbonpapiere könnten außerdem Zeichen der Schnupfenzeit sein. Müll sind sie aber so oder so. Ähnlich wie die Segelflieger bilanzierte die Reservistenkameradschaft Bergstraße ihren Einsatz. Auch von dort war zu hören: „Es war weniger Arbeit, weil es sauberer war.“ Berge von Müll wie in früheren Jahren musste die Truppe in Uniform diesmal nicht zusammentragen. Ob deshalb von zunehmendem Umweltbewusstsein im Allgemeinen gesprochen werden könne, ließ sie offen. Es gelte abzuwarten, ob im kommenden Jahr Gleiches zu beobachten ist – wenn ja, könne vielleicht von einem Trend die Rede sein. Flaschen, Blumentöpfe, auch Unterhosen und Turnschuhe hatte die Kameradschaft eingesammelt. Und was motivierte die Gruppe neben dem Beitrag zum Umweltschutz zur Teilnahme? Ein Stückweit ist der Einsatz für den Verein Öffentlichkeitsarbeit, eine Möglichkeit zu zeigen: „Uns gibt es.“ Anders bei der Heimatvereinigung „Oald Bensem“. Die dürfte weithin bekannt sein. Für ihn ist die Aktion jedes Jahr willkommene Gelegenheit, die Bürgerwehrruhe, die vor achtzig Jahren von Kameraden des Vereins angelegt wurde, zu pflegen. Auch von dieser Gruppe ist zu hören: „Es ist viel sauberer geworden.“ Mit eingereiht bei der Aktion hat sich wie schon in den vergangenen Jahren eine Gruppe Muslime, die zum Gemeinwohl und zur Gemeinschaft beitragen möchten. Ihr Motivation, bei der Aktion für ein sauberes Bensheim dabei zu sein formulierten sie so: „Weil das auch unsere Stadt ist.“ Sauberkeit sei zudem wichtiger Teil ihres Glaubens, auch wollten sie ein Zeichen der Integration setzen.

Tradition wird fortgesetzt

Der Umwelt- und Naturschutzgedanke, aber auch der Spaß an der Aktion und am Miteinander hat sicherlich die 18 teilnehmenden Gruppierungen zusammengeführt. Es war, da lässt sich bilanzieren, neuerlich ein gelungenes Gemeinschaftsprojekt. Erster Stadtrat Sachwitz räumte am Ende ein, dass er kein Verständnis für Menschen habe, die ihren Müll wild entsorgen. Zumal eine ordentliche Entsorgung vielfach nichts oder nur wenig kosten würde. Entsprechend würdigte er all die, die den Dreck, den anderen hinterlassen, nun aufgesammelten haben und die, die im  Hintergrund geholfen haben. Zugleich kündigte der Kommunalpolitiker an: „Wir werden die Tradition fortsetzen.“ Dass das Abfallaufkommen tatsächlich weniger geworden ist, konnte der Erste Stadtrat zunächst nicht bestätigen. Schließlich sei doch einiges an sperrigem Müll gefunden worden. Jetzt gilt es abzuwarten, bis Zahlen von der Entsorgung vorliegen. Im Vorjahr wurden rund 30 Kubikmeter Müll und Unrat eingesammelt, daran ist die aktuelle Entwicklung dann zu messen


Die Bürger packen auch ohne Schirmherrn mit an

  •  Es sind 18 Vereine, Organisationen, Schulen und Familien aus Bensheim und Stadtteilen gewesen, die demAufruf der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) folgten, kollektiv Abfall aus der Botanik aufzusammeln. Drei weitere Gruppierungen waren schon oder werden noch unterwegs sein.
  •  Insgesamt 461 Frauen und Männer, Jugendliche und Kinder sind so an mehreren Tagen auf Tour, am Samstag waren 176 am Start.
  • Handschuhe und Müllsäcke gab es von der Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße, begleitet von den Strahlen der Frühlingssonne machten sich die Gruppen auf den Weg. An den Hügeln der Bergstraße ebenso wie in der Ebene Richtung Ried, überall waren sie anzutreffen.
  • „Sauberhaftes Bensheim“ hat in Anlehnung an die Kampagne „Sauberhaftes Hessen“, initiiert von der Landesregierung, seinen festen Platz im Kalender. Zum 15. Mal war in diesem Jahr zum Frühjahrsputz in und vor allem rund um die Bergstraßen-Stadt aufgerufen worden, Regie führte der KMB.
  • In früheren Jahren hatte zudem das Hessische Umweltministerium die Schirmherrschaft, das aber ist Vergangenheit. Da die Aktion in Bensheim seit jeher großen Zuspruch gefunden hat, lädt der Bauhofservice des KMB weiterhin ein. Kein Problem für Bensheimer, schließlich lässt sich auch ohne Schirmherrschaft gut anpacken.
  • Die Teilnehmerliste der Stadt für ihre Aktion “Sauberhaftes Bensheim” weist folgende Akteure aus: Tauchsportfreunde Bensheim, Segelfluggruppe Bensheim, Angelverein Bensheim, Priviligierte Schützengesellschaft Auerbach, Naturschutzbund Ortsgruppe Bensheim/Zwingenberg, Heimatvereinigung Oald Bensem, Verschönerungsverein Schönberg, Jugendfeuerwehr Auerbach, Obst- und Gartenbauverein Bensheim, Reservistenkameradschaft Bergstraße, Ahmadiyya Muslim Jammaat-Gemeinde Bensheim, Verein für Briefmarkenkunde Bensheim, Reitergemeinschaft Bensheim, Verein Auerbacher Kerb, Odenwaldklub Auerbach, Landpflege der Diakonie, BUND Bensheim, Bauhofservice Bensheim.
  • Ihre Beitrag zu “Sauerhaftes Bensheim” bereits geleistet hat die Grundschule der Schillerschule Auerbach, im April werden dann auch die Freiwillige Feuerwehr Zell und die Modellfliegergrupe Bensheim zum Großreinemachen ausschwärmen.
  • Die Helferinnen und Helfer bei “Sauberhaftes Bensheim” am jüngsten Samstag wurden von der Freiwilligen Feuerwehr Bensheim-Mitte bekocht.

 

“Sauberhaftes Bensheim” – Frühlingsputz am 11. März

Seit 15 Jahren ist die von der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufene Umweltkampagne „Sauberhaftes Hessen“ fester Bestandteil des städtischen Veranstaltungskalenders. Unter dem Motto „Sauberhaftes Bensheim“ wird auch in diesem Jahr wieder zum allgemeinen Frühjahrsputz im Stadtgebiet eingeladen. Termin ist am Samstag, dem 11. März.

Auch bei diesem gemeinsamen Gemarkungsputz  setzt die Stadt wieder auf Engagement und Einfallsreichtum der Bürgerinnen und Bürger. Aufgerufen sind Vereine, Organisationen und Schulen, sich an dem Frühjahrsputz zu beteiligen und am 11. März zwischen 9 und 12 Uhr einen zuvor bestimmten Gemarkungsbereich von Müll und Unrat zu befreien.

Der gesammelte Müll wird dann in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB), Bereich Bauhofservice, aus den einzelnen Sammelgebieten zum Feuerwehrstützpunkt Bensheim-Mitte gebracht. Dort werden die Säubermänner und –frauen zum Abschluss der Putzaktion mit einem gemeinsamen Mittagessen ab 12 Uhr belohnt.

Die Vereine, Organisationen und Schulen, die in den vergangenen Jahren beteiligt waren, wurden bereits angeschrieben und auf die neue Aktion aufmerksam gemacht. Neue Mitwirkende sind willkommen und werden gebeten, ihre Beteiligung und das von ihnen bevorzugte Reinigungsgebiet beim KMB, Bereich Bauhofservice unter der Rufnummer 06251/1096 78 anzumelden. Hier sind auch weitere Informationen erhältlich. Anmeldeschluss ist der 3. März 2017.

Die benötigten Müllsäcke und Handschuhe für die Helferinnen und Helfer werden vom KMB zur Verfügung gestellt und können beim Bauhofservice am Röderweg ab Montag, dem 6. März, abgeholt werden. Die Öffnungszeiten am Röderweg sind von Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr, zusätzlich montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr sowie dienstags von 14.30 bis 17.30 Uhr.

Umweltmobil im Lautertal – 07.03.2017

Das Umweltmobil kommt am Dienstag, den 07.03.2017 ins Lautertal.

Die Abgabe des Sondermülls, der nicht in der Restmülltonne, der Biotonne, auf der Müllsammelstelle oder über die Sperrmüllabfuhr entsorgt werden darf, ist an folgenden Stationen möglich:

 

UHRZEIT STANDPUNKT UMWELTMOBIL
13.00 – 14.00 Uhr Reichenbach, Felsenmeerparkplatz an der Beedenkirchener Straße (L3098),nördlicher Ortsausgang
14.15  – 14.45 Uhr Beedenkirchen, Wanderparkplatz „An den Römersteinen“  am südl. Ortseingang, Reichenbacher Straße
15.15  – 15.45 Uhr Lautern, Bushaltestelle „Kreuzweg“ östl. Ortsausgang Richtung Gadernheim, Hauptstraße 58
16.15  – 16.45 Uhr Schannenbach, Dorfgemeinschaftshaus, Krehbergstr. 503
17.15  – 18.00 Uhr Gadernheim, Bushaltestelle an der Raidelbacherstr, neben Sportplatz, Raidelbacherstr. 31-33

Zu den in Frage kommenden Sonderabfällen gehören beispielsweise Alt-Medikamente, Lacke, Verdünner, Imprägnier-, Holz- und Rostschutzmittel, ölverschmutzte Betriebsmittel, Kosmetika, Spraydosen, Leim- und Klebemittel, Spachtelmasse, Foto- und Laborchemikalien, Haushalts- und WC-Reiniger, Kalkentferner, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Pflanzen- und Insektenschutzmittel, Düngemittel, Säuren und Laugen, Altbatterien (keine Autobatterien), Bremsflüssigkeit, Quecksilberthermometer/ -schalter und PCB-haltige Lampenkondensatoren (nur Privatlieferungen).

Dispersionsfarben, Kleber und Leime auf Wasserbasis sind kein gefährlicher Abfall. Sie sind zusammen mit dem Hausabfall (grauer Restabfallbehälter) zu entsorgen. Zwingende Voraussetzung ist, dass die Farben sich in festem Materialzustand befinden. Flüssige und pastöse Farbenreste sind durch Verrühren mit Bindemittel (Zement-, Gipsreste, Sägemehl, feiner Sand o.ä.) vor Eingabe in den Restabfallbehälter zu verfestigen.

Bei Fragen zur Einsammlung von Sondermüll-Kleinmengen

gibt der Bauhofservice des KMB gerne Auskunft.
Telefon 06251/10 96-70

Im Abwassermanagement ist alles okay

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 07.02.2017 von BA-Mitarbeiter Thomas Tritsch


BERGSTRASSE. Zum dritten Mal nach 2006 und 2011 hat sich der KMB von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) überprüfen lassen. Dafür gab es jetzt das Qualitätssiegel „Technisches Sicherheitsmanagement“ (TSM) in der Sparte Abwasser. Es attestiert dem Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße eine sichere, wirtschaftliche und umweltfreundliche Entsorgung und ein funktionierendes Störungssystem.


Und was hat der Bürger davon?

Die Kläranlage ist also technisch, personell und organisatorisch gut in Schuss. Aber was hat der Bürger davon, wenn an dem Betrieb ein schickes Prüfsiegel klebt? „Ein Stück Gebührensicherheit“, sagte Vera Heckeroth, Geschäftsführerin des DWA-Landesverbands, in Bensheim. Durch die regelmäßige Prüfung würden Schwachstellen erkannt, um beseitigt zu werden. Damit beuge der Betreiber Unfällen und Ausfällen bestmöglich vor. „Eine technisch sichere Anlage verhindert zudem das Risiko von Haftungsfällen“, so Heckeroth, die den Check als ständigen Benchmark-Prozess versteht. Das spare Geld, und bedeute weniger Belastung für die Verbandskommunen – und letztlich auch den Bürger. „Im Schadensfall trifft es auch den Gebührenzahler“, betont Helmut Sachwitz. Der KMB-Verbandsvorsteher sagt: Investitionen in die technische Güte und die Sicherheit zahlen sich aus. Auch, wenn der finanzielle Aufwand zunächst nicht konkret spürbar ist: Eine präventive Minimierung des Ausfallrisikos trage zu langfristig stabileren Gebühren bei. Eine Prüfung durch die DWA kostet zwischen 5000 und 6000 Euro.
Die Prüfung erfolgte im September und umfasste neben der Fachkompetenz der Mitarbeiter und dem technischen Zustand der Verbands-anlage auch die organisatorischen Strukturen und Sicherheitsbestimmungen des Betriebs. Der KMB reinigt als kommunaler Dienstleister in der Gruppenkläranlage Bensheim täglich rund 14 Millionen Liter Abwasser für die Verbandsgemeinden Bensheim, Lautertal und Einhausen. Beim freiwilligen Experten-Check beantwortete der Verband rund 300Fragen zur technischen Ausstattung, zum Betrieb und zur Instandhaltung der Anlage, die vom DWA-Team an zwei Tagen kontrolliert wurde. Vera Heckeroth überreichte gestern das Zertifikat in der Geschäftsstelle des KMB.

Einer der Vorreiter in Hessen

Im Gespräch mit Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz und Geschäftsführer Frank Daum betonte Heckeroth, dass der Zweckverband in puncto Qualitätsmanagement zu den Vorreitern in Hessen gehöre. „Der KMB hat sich 2006 als einer der ersten freiwillig prüfen lassen. Das war mutig.“ Inzwischen habe die Bereitschaft allgemein zugenommen, sich anhand von qualitativen Standards bewerten zu lassen. Nicht zuletzt deshalb, weil sich die gesetzlichen Anforderungen beinahe vierteljährlich verändern. Dennoch sind es in ganz Hessen bislang nur fünf Abwasserbetriebe, die mit dem TSM ausgezeichnet sind. Das Siegel ist fünf Jahre gültig. Für Helmut Sachwitz ist das Qualitätssiegel nicht zuletzt eine Chance zur regelmäßigen Optimierung der Systeme. Außerdem sieht er die Maßnahme als wichtige Informationsquelle über den Zustand der Anlage. Ein Detail, an dem auch die politischen Gremien in den Verbandsgemeinden interessiert sind

Für einen wirksamen Schutz der Umwelt:

  • Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) setzt sich für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasser- und Abfallwirtschaft ein.
  • Als technisch-wissenschaftliche Vereinigung befasst sie sich mit allen Fragen, die die Abwasserbeseitigung, den Gewässer-, Grund wasser- und Bodenschutz sowie die Abfallwirtschaft als auch den Wasserbau betreffen.
  •  Im Mittelpunkt stehen dabei das technische Regelwerk der DWA sowie die berufliche Weiterbildung.
  • Die DWA sagt: Einheitliche technische Regeln leisten einen wesentlichen Beitrag zum wirksamen und wirtschaftlichen Schutz der Umwelt sowie zur Qualitätssicherung.
  •  Die rund 14000 Mitglieder repräsentieren Fachleute und Führungskräfte aus Kommunen, Hochschulen, Ingenieurbüros, Behörden und Unternehmen.