Klärschlammverwertung in Südhessen: KMB begrüßt Förderzusage für Darmstädter Monobehandlungsanlage
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Südhessen (ZAS) erhält vom Hessischen Umweltministerium eine Förderung in Höhe von 25,64 Millionen Euro für den Bau einer Klärschlamm-Monobehandlungsanlage (KSMB) am Müllheizkraftwerk Darmstadt. Mit der Übergabe des Förderbescheids am 28.01. ist ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige Klärschlammverwertung in Südhessen gelegt worden – von dem auch der KMB als interkommunaler Projektpartner profitiert. Die geplante Anlage soll bis 2029 realisiert werden und künftig kommunale Klärschlämme aus Südhessen sicher entsorgen.
Für den KMB ist dieses Vorhaben ein wesentlicher Beitrag zur langfristigen Entsorgungssicherheit. Bereits im Januar 2021 hatten ZAS und KMB eine Absichtserklärung zur interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich der Klärschlammverwertung unterzeichnet. Die nun erfolgte Förderzusage bestätigt diesen gemeinsamen Weg.
Hintergrund des Projekts sind verschärfte gesetzliche Vorgaben, nach denen Klärschlämme künftig nur noch sehr eingeschränkt landwirtschaftlich verwertet werden dürfen. Die geplante Anlage soll die Klärschlämme aus der Region sicher und gesetzeskonform behandeln und zugleich den wertvollen Rohstoff Phosphor zurückgewinnen.
Der KMB lässt jährlich rund 3.800 Tonnen Klärschlamm entsorgen und wird mit der neuen Monobehandlungsanlage in Darmstadt von kurzen Transportwegen sowie einer regional verankerten Lösung profitieren. Insgesamt beteiligen sich 27 Kommunen und Abwasserzweckverbände an dem Vorhaben.
Mit der Klärschlamm-Monobehandlungsanlage wird ein zentraler Baustein kommunaler Daseinsvorsorge umgesetzt. Der KMB sieht darin einen wichtigen Beitrag zu Nachhaltigkeit, Ressourcensicherung und einer zukunftsfähigen, interkommunalen Kreislaufwirtschaft in Südhessen.


