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Erst Bensheim, jetzt Lautertal

KMB: Übernahme des Bauhofs ein weiterer Meilenstein

Artikel aus dem Bergsträßer Anzeiger vom 17.12.2015 von Redaktionsmitglied Dirk Rosenberger

 

BENSHEIM. Die Ausrichtung ist eindeutig: Der Bauhof Lautertal soll nicht der letzte gewesen sein, der vom Zweckverband KMB  übernommen wird. Mittel- und langfristig sollen weitere Kommunen diese Aufgabe übertragen. „Das macht einfach Sinn“, kommentierte Verbandsvorsteher Helmut Sachwitz.

 

Zum 1. Januar werden aber zunächst die Lautertaler eingegliedert – für Gemeindevertreter Udo Rutkowski, zugleich Vorsitzender der Verbandsversammlung, eine gute Entscheidung und ein Glücksfall. „Der KMB ist unser Verband. Da herrscht ein Grundvertrauen. Außerdem haben sie mit dem Bensheimer Bauhof bewiesen, dass sie es können.“ Lautertal wäre nicht in der Lage gewesen, 1,3 Millionen Euro für ein neues Gebäude und die Erneuerung des Fuhrparks zu stemmen. Mitte 2016 sollen die Arbeiten beginnen. Unverständlich sei für ihn nach wie vor, warum eine Stadt wie Zwingenberg im Verbund mit Alsbach eigene Wege gehe, statt sich dem KMB anzuschließen. „Das ist jetzt schon absehbar, dass die Kosten aus dem Ruder laufen“, so Rutkowski. Die Übernahme des Bensheimer Bauhofs im Jahr 2011 hatte für den KMB Modellcharakter. Die damaligen Vorarbeiten führen laut  Geschäftsführer Frank Daum jetzt dazu, dass man weitere Betriebe möglichst geräuschlos und effizient eingliedern kann.

 

Neben interkommunalen Kooperationen wie bei den Bauhöfen zählen Abwasserentsorgung sowie Straßen- und Ingenieurbau zu den Kernaufgaben des Verbands. Die Mitarbeiter  betreuen ein Straßennetz mit einer Länge von 210 Kilometern. Dazu zählen außerdem 140 Bauwerke, vornehmlich Brücken und Stützwände. Im Bensheimer Haushaltsplan schlagen sich die Leistungen des Geschäftsbereichs mit 7,2 Millionen Euro nieder. „Das größte Budget einer Facheinheit“, so Daum. Die Investitionen in den Straßenbau waren in den vergangenen vier Jahren – geprägt vom Hessentag – durchaus beachtlich. 23,8 Millionen flossen unter anderem in den Neubau der Westtangente, den Kreisel Saarstraße und den Ausbau der B3. Der Zustand der Straßen wird beim KMB im Fünf-Jahres-Rhythmus erfasst. Die aktuelle Studie läuft. Von 2005 bis 2010 hat sich der sogenannte Gebrauchswert durch einige Unterhaltungsmaßnahmen verbessert. Verschlechtert hat sich hingegen der Substanzwert, weil man nach Möglichkeit „auf grundhafte Erneuerungen verzichtet, um die Bürger nicht über  Anliegergebühren zu belasten“, betonte Helmut Sachwitz. In einigen Fällen könne man nicht darauf verzichten – wie bei der Erneuerung der Rodauer Straße in Fehlheim. Die Arbeiten an der Ortsdurchfahrt sollen im späten Frühjahr beginnen.

Ab Montag wird in der Fabrikstraße die Fahrbahn erneuert

In der Fabrikstraße beginnen am kommenden Montag (22.) im Bereich zwischen Rheinstraße und Werner-von-Siemens-Straße die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt zur Erneuerung der Fahrbahn. Dieser zweite Bauabschnitt, der im Auftrag der Stadt Bensheim vom KMB ausgeführt wird, ist in drei Bauphasen unterteilt und beginnt mit der grundhaften Erneuerung der südlichen, bisher noch nicht ausgebauten Hälfte  des genannten Straßenabschnitts bis zur Einmündung der Werner-von-Siemens-Straße. Während der Bauphase, mit der bis Ende November zu rechnen ist, ist der betroffene Straßenabschnitt voll gesperrt.

Direkt im Anschluss werden die Ausbauarbeiten dann im Kreuzungsbereich der Fabrikstraße/Werner-von-Siemens-Straße fortgesetzt. Diese Arbeiten dauern etwa drei Wochen (bis 19. Dezember). In dieser Zeit wird die Werner-von-Siemens-Straße an der Fabrikstraße zur Sackgasse. Der Verkehr in der Fabrikstraße wird in dieser Bauphase mit Hilfe einer Ampelanlage geregelt.

Den Abschluss der Ausbauarbeiten bildet der Einbau der Asphaltdecke über den gesamten Straßenabschnitt zwischen Rheinstraße und Werner-von-Siemens-Straße, einschließlich Einmündungsbereich. Je nach Witterung sind diesen Arbeiten, für etwa fünf Arbeitstage erforderlich sind, im zeitigen Frühjahr 2015 vorgesehen. Bis dahin können die betroffenen Straßen voll genutzt werden.

Mit den anliegenden Betrieben wurde ein Lösung für Andienung während der Bauphase erarbeitet, außerdem wurden die Anlieger mit einer schriftlichen Information auf die bevorstehenden Arbeiten hingewiesen.

Für die Buslinie wurde eine Umleitungsstrecke eingerichtet, die über die Werner-von-Siemens-Straße/Moselstraße/Rheinstraße von und auf die Fabrikstraße führt. Die Haltestelle Ecke Fabrikstraße/Werner-von-Siemens-Straße wird an die Ecke Moselstraße vorverlegt.

Bei Fragen zur Baumaßnahme

ist Frau Adam-Gleim unter Telefon 1096-65
oder mobil unter 0172 6370416 Ansprechpartner beim KMB.

KMB als Dienstleister und Ausbilder gefordert

Für den Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) neigt sich ein arbeitsintensives und sehr erfolgreiches Jahr dem Ende zu. „Die Stadt Bensheim, für die wir als kommunaler Dienstleister den Straßenbau übernehmen, hat uns in diesem Jahr verstärkt gefordert“, so Geschäftsführer Frank Daum.

KMB als Dienstleister und Ausbilder gefordert

KMB als Dienstleister und Ausbilder gefordert

So kamen in diesem Jahr außergewöhnlich viele Projekte zur Verbesserung der Verkehrs-Infrastruktur zusammen, für die im Hinblick auf den Hessentag und die damit verbundenen Förderrichtlinien für Landesmittel auch enge Zeitrahmen einzuhalten waren.

So wurden in diesem Jahr durch den KMB die Westtangente zwischen der Robert-Bosch-Straße und Schwanheimer Straße, der Kreisverkehr Schwanheimer Straße sowie die beiden Kreisverkehrsanlagen Saarstraße und Europa-Allee auf dem Berliner Ring umgesetzt.

„Alle Maßnahmen konnten sowohl innerhalb des zeitlichen als auch des finanziellen Rahmens abgewickelt werden“, zeigen sich Daum und der Verbandsvorsteher Erster Stadtrat Helmut Sachwitz stolz über die kompetente und zuverlässige Arbeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stolz. Dabei ist es momentan nicht so einfach, im Bereich der öffentlichen Wirtschaft qualifiziertes Personal zu annehmbaren Konditionen zu finden. Aus diesem Grund bildet der KMB seit diesem Jahr auch erstmals eine Fachkraft im dualen Bildungssystem aus.

Seit 1. Oktober arbeitet sich Janina Schödel aus Fehlheim in die betriebs- und verwaltungstechnischen Besonderheiten und Anforderungen des Zweckverbandes ein und fühlt sich beim KMB ausgesprochen wohl. Nach ihrem Abitur an der Karl-Kübel-Schule hatte sie sich um den Ausbildungsplatz Bachelor of Arts in der Fachrichtung Öffentliche Wirtschaft beim KMB mit Erfolg beworben.

In ihrem Chef Frank Daum (Bild) hat die Auszubildende einen überaus versierten und erfahrenen Verwaltungsfachmann zur Seite. Daum zeichnete schon während seiner Tätigkeit bei der Stadtverwaltung Bensheim für den Ansatz einer modernen betriebswirtschaftlich orientierten Verwaltung mit verantwortlich.

Mit Blick auf das Leistungsspektrum des KMB mit der Abwasserentsorgung für Bensheim, Lautertal und Einhausen und dem Straßen- und Ingenieurbau für Bensheim und Einhausen ist der Zweckverband personell äußerst schlank besetzt. So sind mit den vier Stellen in der Verwaltung sowie den 11 Mitarbeitern im technischen Bereich nur insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Geschäftsstelle des KMB beschäftigt. Dazu kommen noch 8 Beschäftigte des Bereiches Kläranlagenbetrieb sowie die 57 Fachkräfte des Bereiches Bauhofservice, der seit Anfang 2011 zum Verband gehört.

Trotz des zu Ende gehenden arbeitsintensiven Jahres ist für den KMB hinsichtlich der Straßenbauprojekte in Bensheim erst Halbzeit. Denn im kommenden Jahr stehen mit den nächsten Kreisverkehrsanlagen auf dem Berliner Ring (Obi und Schwanheimer Straße), der Weiterführung der Westtangente zwischen Schwanheimer Straße und Soldatenfriedhof sowie dem Ausbauabschnitt der B 3 in der Ortsmitte von Auerbach weitere Großprojekte an, die das Können und die Kompetenz sämtlicher Mitarbeiter fordern.

Minikreisel auf der Schwanheimer Straße soll Verkehr besser fließen lassen

(05.07.2012). Ob es tatsächlich eine runde Sache ist, wird sich zeigen. Die Entscheidungsträger im Bensheimer Rathaus scheinen davon jedenfalls überzeugt. Am Montag (9.) beginnen auf der Schwanheimer Straße die Arbeiten für einen sogenannten Mini-Kreisel.

Dieser soll im Kreuzungsbereich zur Hartbrücke und Weschnitzstraße angelegt werden. Das teilte die Stadtverwaltung am Freitag in einer Presseerklärung mit.

Begründet wird die “verkehrslenkende Maßnahme” mit einem erheblichen abgewachsenen Verkehrsaufkommen aus Richtung der Straße “An der Hartbrücke” (Gewerbegebiet Süd-West). Linksabbieger stelle dies vor größere Probleme. Besonders für Schwerlastfahrzeuge werde das Einbiegen in die Schwanheimer Straße in Richtung Innenstadt zu einer “unzumutbaren Geduldsprobe”.

Bereits während der Arbeiten an der Westtangente hatte der zuständige KMB eine Lösung erarbeiten lassen, die aus Sicht der Verkehrsbehörde jetzt zum Tragen kommen soll. Zunächst wollte man nach Öffnung des zweiten Bauabschnitts der Westtangente die Entwicklung der Verkehrsflusses beobachten.

Die Lösung des Problems ist nun ein Mini-Kreisel, der mit relativ geringem baulichen Aufwand hergestellt werden kann, da es lediglich um das Aufkleben von Fertigteilen und um entsprechende Markierungen geht. Der Kreisverkehr zeichnet sich dadurch aus, dass seine erhöhte Mittelfläche von größeren Fahrzeugen überfahren werden kann. Autos kommen durchaus mit der markierten Fahrbahn aus, die auf einen Außendurchmesser von 10 Meter begrenzt ist. Ansonsten wird mit Markierungen und Fahrbahnteilern in der Schwanheimer Straße dem Verkehrsteilnehmer der richtige Weg gewiesen. Bestens bewährt haben sich diese Kreisel auch schon in Gewerbegebieten oder an besonders beengten Stellen.

Gemeinsam mit der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und dem KMB wurde Probefahrten mit einem Gelenkbus durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Ein- und Ausfahrmöglichkeiten getestet und festgestellt, dass der Mini-Kreisel auch für Schwerverkehr und Gelenkbusse fahrbar ist.

Die Arbeiten sollen bis zum 24. Juli dauern. Das im Rahmen der Bauunterhaltung finanzierte Vorhaben mit Kostem von rund 46.000 EUR ersetzt die ursprünglich hier vorgesehene große Kreisellösung mit über 600.000 EUR. Die neue direkte Trasenführung der Westtangente an der Bebauungsgrenze entlang machte einen großen Kreisverkehr überflüssig.

Während der Arbeiten wird die Hartbrücke und die Weschnitzstraße angehängt und eine “Inselbaustelle” in der Schwanheimer Straße angelegt. Der Verkehr der Hartbrücke wird über die Zeppelinstraße geführt, Verkehrsteilnehmer in Richtung Innenstadt passieren dann die Baustelle als Geradeausfahrer. Genau so wird es an der Weschnitzstraße werden, die Verkehrsteilnehmer können die Wiesenstraße als Umfahrung nutzen. In der Umleitungsstrecke wird es für die Dauer der Bauzeit absolutes Halteverbot geben, so dass sich der Schwerverkehr in diesen Abschnitten ungehindert begegnen kann. (psp/ dr)

Kreisel Saarstraße bald komplett

Nachdem der Verkehr auf dem jüngsten Kreisverkehrsplatz Berliner Ring / Saarstraße seit einem Monat reibungslos läuft, ist in den nächsten Tagen auch die westliche Anbindung zur Tennisanlage fertiggestellt. Ab Samstag (7.) können die Tennisplätze wieder über den Kreisverkehr Berliner Ring angefahren werden.

Kreisel Saarstraße bald komplett

Kreisel Saarstraße bald komplett

Bis zur Winkelbachbrücke ist dann auch die verlängerte Saarstraße asphaltiert, so dass auch die Behelfsbrücke an diesem Freitag entfernt wird. Lediglich an der neu erstellten Brücke über den Winkelbach sind noch Restarbeiten erforderlich.

Diesem fertiggestellten Abschnitt der verlängerten Saarstraße schließt sich dann der Bereich zwischen den beiden Brücken an, der ebenfalls asphaltiert wird. Damit verbunden wird an der Nordseite der Straße die Verbreiterung des künftigen Rad- und Wirtschaftsweges auf drei Meter.

Begonnen wird mit der Aufschotterung des Rad- und Gehweges. Sobald dieser befahrbar ist, wird die Fahrbahn erneuert. Der Belag wird abgetragen, der Untergrund verfestigt und stabilisiert und abschließend eine neue Asphaltdecke aufgebracht. Die Arbeiten sollen bis etwa Anfang August abgeschlossen sein.

Bunter und ganz aktuell – KMB mit neuem Erscheinungsbild und neuem Service

Übersichtlicher, informativer und bunter präsentiert sich der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße (KMB) mit seinem Auftritt nach außen. Das zeigt sich sowohl auf der Homepage des Verbandes (www.kmb-bensheim.de) als auch auf den Fahrzeugen und dem Geschäftssitz im Bensheimer Gewerbegebiet West (Am Schlachthof).

KMB mit neuem Erscheinungsbild

KMB mit neuem Erscheinungsbild

Merkmal des neuen Auftritts sind fünf farbliche Balken, die für die Aufgabenbereiche des Dienstleistungsunternehmens stehen. Das sind der Abwasserservice (blau), der Straßenbau (grau), der Bauhofservice (orange), das Bestattungsunternehmen (lila) und die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Bergstraße (KAB) als Organisationseinheit für die Interkommunale Zusammenarbeit (grün).

„Nachdem der Eigenbetrieb Bauhof Service Bensheim zu Beginn des vergangenen Jahres in den Zweckverband KMB integriert wurde, hat sich im Interesse eines einheitlichen Auftritts die Überarbeitung unserer Außendarstellung angeboten“, erläutert Geschäftsführer Frank Daum die Gründe für das überarbeitete Erscheinungsbild. Neben diesem Relaunch verweisen Daum und Erster Stadtrat Helmut Sachwitz als Vorsitzender des Verbandsvorstandes aber insbesondere auf die damit verbundenen neuen Serviceangebote.

Was schon vor einiger Zeit als „Schlaglochmelder“ angefangen hat, wurde weiterentwickelt und perfektioniert und ist jetzt der „KMB-Mängelmelder“, der auch Informationen über wild entsorgten Müll, klappernde Gullideckel und ähnliches mehr aufnimmt. Die moderne Technik macht es möglich, dass diese Informationen nicht nur ganz aktuell, sondern auch mit Bild gemeldet werden können. Mittels Smartphone (iPhone, Android) oder über die Homepage des KMB können Bürger, denen unterwegs ein Missstand aufgefallen ist, diesen direkt an die dafür zuständige Stelle melden.

Möglich machen das moderne Mobiltelefone – sogenannte Smartphones, die durch zusätzliche Programme (Apps) und Funktionen (Empfang von GPS-Daten). Mit Hilfe einer kostenlos erhältlichen App („KMB-Anliegen“) kann das Schlagloch, der illelage Müll, die defekte Sitzbank oder der Schaden auf einem Spielplatz fotografiert und mit der Ortsposition über den Mängelmelder an den Verband gemeldet werden. Die eingehende Meldung wird von den zuständigen Mitarbeitern auf deren Ernsthaftigkeit überprüft und bearbeitet und ist nach Freigabe auch mit dem jeweiligen Bearbeitungsstand einsehbar. Die jeweiligen Meldungen werden mit entsprechenden Symbolen gekennzeichnet, so dass sofort erkennbar ist, ob es sich um Müll, um Straßenschäden, um Schäden auf Radwegen oder um Graffiti und Schmierereien handelt. Zusätzlich werden in die Übersichtskarte des Mängelmelders größere Baustellen eingepflegt.

Aber auch ohne Smartphone können Mängel gemeldet und auch nachvollzogen werden. Auf den Mängelmelder des KMB kommt man über die Homepage des Zweckverbandes unter dem Punkt „Service“. Bei der ersten Nutzung des Mängelmelders ist eine Registrierung des Nutzers erforderlich.

Verbandsvorstand Sachwitz und Geschäftsführer Daum sehen in dieser modernen Kommunikationsform sowohl für die Verwaltung als auch für den Bürger große Vorteile. Der Bürger kann direkt von unterwegs den festgestellten Missstand melden, muss nicht nach Ansprechpartnern suchen und kann den Bearbeitungsstand verfolgen. Für die Verwaltung ergeben sich eine deutliche Effizienzsteigerung und Kostenersparnis. „So tragen Bürger und Verwaltung gemeinsam dazu bei, dass sich das Stadtbild nachhaltig verschönert“, so Erster Stadtrat Helmut Sachwitz.

Mit dem neuen Serviceangebot sollen in Kürze auch die Ortsvorsteher und deren Stellvertreter im Rahmen einer Informationsveranstaltung vertraut gemacht werden. „Gerade für die Ortsvorsteher ist dieser Mitteilungskanal sehr hilfreich, um über aktuelle Informationen aus den Stadtteilen zu übermitteln“, weiß Frank Daum aus Erfahrung. Außerdem ist für die nächste Wintersaison vorgesehen, die aktuellen Räumrouten der Streufahrzeuge im Netz sichtbar zu machen.

Eigenkontrollverordnung: KMB organisiert Kanaluntersuchungen im Verbandsgebiet

Im Interesse des Boden- und Grundwasserschutzes ist es wichtig, dass Abwasserkanäle dicht sind und das Schmutzwasser nicht aufgrund von Leckagen oder Beschädigungen in den Boden oder ins Grundwasser gelangt. Um dies zu gewährleisten, wurde in der Eigenkontrollverordnung (EKVO) des Landes Hessen festgelegt, dass alle Zulaufkanäle zum öffentlichen Kanal auf ihre Dichtheit untersucht und gegebenenfalls saniert oder ausgetauscht werden müssen.

Die Verantwortung dafür tragen die jeweiligen Eigentümer – im privaten Bereich ab der Grundstücksgrenze der Hauseigentümer und im öffentlichen Bereich die Kommune beziehungsweise die von ihr beauftragte Institution. Für die Kommunen Bensheim, Lautertal und Einhausen ist das der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße, kurz KMB.

Im Interesse einer effizienten und zudem bürgerfreundlichen Verfahrensweise wird der KMB zur Entlastung der Grundstückseigentümer in seinem Verbandsgebiet sowohl für die öffentlichen als auch für die privaten Hausanschlüsse die Umsetzung der EKVO organisieren. Das heißt, Grundstückseigentümer in Bensheim, Lautertal und Einhausen müssen sich nicht um die Einhaltung von Fristen und die Beauftragung von Kanaluntersuchungen kümmern. Diese Abwicklung der Aufgaben übernimmt in den Verbandskommunen der Zweckverband.

Insgesamt geht es dabei um rund 23 500 zu untersuchende Hausanschlüsse, wovon etwa 18 000 auf Bensheim, circa 2800 auf Lautertal und circa 2700 auf Einhausen entfallen. Direkte Kosten entstehen dem Grundstückseigentümer dadurch nicht. Vielmehr werden die entstehenden Kosten über eine Umlage bei den Abwassergebühren auf alle Gebührenzahler verteilt.

„Wir sind der Meinung, dass diese Regelung für alle Beteiligten die effektivste und sinnvollste Verfahrensweise ist. Sie entlastet die Grundstückseigentümer und sie vermeidet zeitaufwendige Abstimmungen zwischen den öffentlichen und privaten Untersuchungen“,

so KMB-Geschäftsführer Frank Daum.

„Vor allem schützt sie die Hauseigentümer wirksam vor vermeintlich günstigen aber im Nachgang überteuerten Angeboten von Firmen, welche die Unwissenheit der Bürger mit dem Hinweis auf gesetzliche Regelungen ausnutzen“,

ergänzt Verbandsvorsitzender Erster Stadtrat Helmut Sachwitz.

„Niemand im Verbandsgebiet sollte sich deshalb auf irgendwelche unaufgeforderten Angebote zur Kanaluntersuchung einlassen.“

Für die Untersuchung der Hausanschlüsse reicht das Zeitfenster bis zum 31. Dezember 2024 für alle vor 1996 hergestellten Zuleitungskanäle. Hausanschlüsse, die ab 1996 gebaut oder dauerhaft saniert wurden gelten als erstmals erfasst und müssen erst in einem Wiederholungsintervall von 30 Jahren ab dem 1. 1. 2010 erneut untersucht werden, also bis 2040.

Bei Nachfragen und weiterem Informationsbedarf gibt der Zweckverband gerne Auskunft.

Kanaluntersuchungen: Zweckverband empfiehlt Hauseigentümern Zurückhaltung bei Aufträgen

In Bensheim gibt es rund 18 000 Hausanschlüsse, die bis zum Jahr 2025 auf ihre Dichtigkeit hin untersucht werden müssen. So will es die Eigenkontrollverordnung des Landes Hessen, die im vergangenen Jahr novelliert wurde. Damit soll verhindert werden, dass Boden und Grundwasser wegen undichter Abwasserleitungen verschmutzt werden.

Die Verantwortung dafür tragen die jeweiligen Eigentümer – im privaten Bereich ab der Grundstücksgrenze der Hauseigentümer und im öffentlichen Bereich die Kommune beziehungsweise die von ihr beauftragte Institution. In Bensheim ist das der Zweckverband Kommunalwirtschaft Mittlere Bergstraße, kurz KMB.

Für die Umsetzung der Kontrolluntersuchungen ergeben sich für den Zweckverband verschiedene Möglichkeiten. Denkbar wäre, dass die KMB die Kanäle bis zur Grundstücksgrenze untersucht, danach hat sich der jeweilige Eigentümer um die Überprüfung zu kümmern.

Alternativ könnte durch den KMB aber auch die komplette Untersuchung vorgenommen werden, dann wäre die Kostenerstattung für den privaten Bereich gesondert zu regeln. Auch hier wären verschiedene Möglichkeiten denkbar. Entweder werden die Kosten für die Untersuchung ab der Grundstücksgrenze dem Eigentümer in Rechnung gestellt oder der Gesamtaufwand für die insgesamt 18 000 Hausanschlüsse wird über eine Umlage bei den Abwassergebühren auf alle Gebührenzahler verteilt.

Wie KMB-Geschäftsführer Frank Daum dem Magistrat in dessen jüngster Sitzung mitteilte, werden zurzeit im gesamten Verbandsgebiet 120 Hausanschlüsse in einer Erprobungsphase untersucht. Aufgrund der dabei gemachten Erfahrungen soll dann entschieden werden, auf welche Weise die Richtlinien der Eigenkontrollverordnung Abwasser dann umgesetzt werden. Die Hauseigentümer können diese Entscheidung in aller Ruhe abwarten, denn das Zeitfenster reicht für Häuser ab dem Baujahr 1995 bis zum Jahr 2025. Bei älteren Gebäuden wurden die Hausanschlüsse bereits untersucht. Aus diesem Grund empfiehlt der Zweckverband den Hauseigentümern Zurückhaltung bei eventuellen Untersuchungsaufträgen, für die es derzeit keinen Zeitdruck gibt.

Bei Nachfragen und weiterem Informationsbedarf gibt der Zweckverband gerne Auskunft.